Lincoln plant SUV auf Bronco-Basis als Rivale für Mercedes G-Klasse
Lincoln plant offenbar einen SUV der Luxusklasse auf Basis der Ford Bronco-Plattform, um die Mercedes G-Klasse und den Land Rover Defender herauszufordern. Das Projekt, das zwischen 2029 und 2030 erwartet wird, soll die Premium-Marke von Ford im lukrativen Segment der hochwertigen Geländewagen positionieren.
"Es wird der erste Defender sein, der von Anfang an als Elektrofahrzeug konzipiert wurde, und das erste völlig neue Modell, seit Defender eine eigenständige Marke geworden ist" — Mark Cameron, Markenchef Defender bei Land Rover
Mehreren US-Quellen zufolge prüft Lincoln ernsthaft die Entwicklung eines eigenen, prestigeträchtigen Geländewagens. Das Modell würde auf der T6-Plattform des Ford Bronco basieren, derselben, die auch den Ford Ranger antreibt. Eine Strategie, die die Entwicklungskosten amortisieren und Lincoln gleichzeitig in einem wachsenden Segment präsent machen würde.
Positionierung gegen die Platzhirsche
Der künftige Lincoln-SUV soll direkt mit dem Lexus GX, der im letzten Jahr 37.180 Einheiten in den USA absetzte, sowie dem Land Rover Defender und, noch ambitionierter, der Mercedes G-Klasse konkurrieren. Ein gewagtes Unterfangen für eine Marke, die im Bereich des authentischen Geländewagens nie wirklich geglänzt hat.
Die Lincoln-Modellpalette beschränkt sich derzeit auf Corsair, Nautilus, Aviator und Navigator, die alle auf Straßenkomfort ausgelegt sind. Die Einführung eines Modells mit ausgeprägten Offroad-Fähigkeiten wäre eine Premiere für die Marke und könnte die Kundschaft um eine jüngere, abenteuerlustigere Zielgruppe erweitern.
Eine bewährte Architektur, die angepasst werden muss
Die T6-Plattform bietet eine solide technische Basis mit ihrem Leiterrahmen und den beim Bronco unter Beweis gestellten Geländegängigkeiten. Es bleibt Lincoln überlassen, diese Architektur an die Anforderungen des amerikanischen Luxus anzupassen. Das Fahrwerk wird sich wahrscheinlich zu einem adaptiven Luftfederungssystem weiterentwickeln müssen, um Unebenheiten auszugleichen und gleichzeitig die Geländefähigkeiten zu erhalten.
Bei den Antrieben könnte Lincoln auf die beim Bronco verfügbaren Motoren zurückgreifen, vom Vierzylinder 2,3-Liter-EcoBoost bis zum V6 3,0 Liter des Bronco Raptor, der 418 PS leistet. Eine elektrifizierte Version ist nicht ausgeschlossen, da Lincoln den Plug-in-Hybrid bereits beim Corsair etabliert hat.
Wann könnte er auf den Markt kommen?
Gerüchte sprechen von einem Marktstart zwischen 2029 und 2030, also kurz vor dem Erscheinen der neuen Bronco-Generation, die für 2031 geplant ist. Ein Zeitplan, der Fragen aufwirft: Setzt Lincoln auf die aktuelle Plattform oder wartet es auf die nächste Ausführung? Einige Quellen deuten auf eine Mischung aus beiden Ansätzen hin.
Die Strategie könnte sich auszahlen. Während Audi und BMW ebenfalls ihre eigenen G-Klasse-Rivalen vorbereiten, hätte Lincoln einen nicht unerheblichen Zeitvorteil. Die Marke könnte auch von der positiven Aura des Bronco profitieren, dessen Comeback einer der Marketing-Erfolge von Ford in den letzten Jahren war.
Ein brodelnder Markt
Das Segment der Luxus-SUVs mit ausgeprägten Geländefähigkeiten verzeichnet ein anhaltendes Wachstum. Infiniti bereitet sein Comeback mit zwei Modellen auf Leiterrahmenbasis vor, während auch Genesis an einem Konkurrenten für die G-Klasse arbeitet. In diesem Zusammenhang kann sich Lincoln keinen Fehlstart leisten.
Die Herausforderung geht über den US-Markt hinaus. Lincoln könnte
Geschrieben von
Thomas MartinSpezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet
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