porschepartner

Waabi sammelt 750 Mio. $ und kooperiert mit Uber für 25.000 Robotaxis

614 Wörter4 Min LesezeitVon Jules Dubois
Hauptfoto des Artikels : porsche partner - Waabi sammelt 750 Mio. $ und kooperiert mit Uber für 25.000 Robotaxis
© Image: Waabi

Das kanadische Startup Waabi hat gerade eine Rekordfinanzierungsrunde über 750 Millionen Dollar abgeschlossen und plant die Bereitstellung von 25.000 Robotaxis auf der Plattform Uber. Diese Operation markiert die größte Finanzierungsrunde in der kanadischen Technologiegeschichte und katapultiert das 2021 vom ehemaligen Chief Scientist von Uber gegründete Unternehmen zu einer Bewertung von 3 Milliarden Dollar.

"Wir freuen uns, mit der besten Mitfahrplattform zusammenzuarbeiten, um eine sicherere, effizientere und nachhaltigere Zukunft zu schaffen" — Raquel Urtasun, Gründerin von Waabi

Eine Rekordfinanzierung mit schwergewichtigen Investoren

Diese Serie-C-Runde von 750 Millionen Dollar wurde gemeinsam von Khosla Ventures und G2 Venture Partners angeführt. Die Besonderheit der Operation liegt jedoch in der Finanzierungsstruktur: Uber steuert etwa 250 Millionen Dollar in Form von erfolgsabhängigem Kapital bei, das an die tatsächliche Bereitstellung der Robotaxis auf seiner Plattform geknüpft ist.

Zu den weiteren Investoren zählen Industriegiganten: Porsche SE (die Holding des Volkswagen-Konzerns), Volvo Group, Nvidia über seinen Arm NVentures sowie BlackRock und Export Development Canada. Diese Vielfalt der Investoren zeigt das wachsende Interesse an autonomen Fahrttechnologien.

Porsche SE hatte bereits 2024 in einer früheren Runde in Waabi investiert und bestätigt damit seine Strategie von Investitionen in Mobilitäts-Startups. Die Holding hält die Mehrheitsanteile an Volkswagen AG und 25 % plus eine Aktie an Porsche AG.

Vom LKW zum Taxi: Der strategische Wandel

Gegründet von Raquel Urtasun, der ehemaligen wissenschaftlichen Leiterin des autonomen Fahrtprogramms von Uber, hatte sich Waabi zunächst auf autonome LKWs konzentriert. Das Unternehmen konkurriert in diesem Segment mit Akteuren wie Aurora, Einride und PlusAI.

Doch Waabi setzt nun auf seine "Physikalische KI-Plattform", die es demselben System ermöglicht, verschiedene Fahrzeugtypen zu steuern. Dieser vereinheitlichte technologische Ansatz stellt seinen Hauptwettbewerbsvorteil gegenüber den spezialisierteren Lösungen seiner Rivalen dar.

Wann werden wir diese Robotaxis auf unseren Straßen sehen?

Es wurde kein genauer Zeitplan für die Bereitstellung der 25.000 Waabi-Robotaxis auf der Uber-Plattform kommuniziert. Die Vereinbarung sieht eine exklusive Bereitstellung vor, doch beide Unternehmen halten sich bezüglich der ersten geografischen Zielgebiete bedeckt. Nordamerika erscheint als natürlicher Kandidat, angesichts der kanadischen Wurzeln von Waabi.

Diese Ankündigung passt in die Strategie von Uber, die Partnerschaften mit Unternehmen für autonomes Fahren vervielfacht. Die Plattform arbeitet bereits je nach Region mit Waymo (eine Tochtergesellschaft von Alphabet), WeRide, Pony.ai und Apollo Go von Baidu zusammen.

Die Waabi-World-Technologie macht den Unterschied

Das technologische Herzstück von Waabi ist Waabi World, ein Simulator, der es ermöglicht, die KI-Systeme zu trainieren, ohne Millionen von realen Test-Kilometern zu benötigen. Dieser simulationsbasierte Ansatz reduziert die Entwicklungskosten im Vergleich zu traditionellen Methoden erheblich.

Seit 2022 testet Waabi seine Fahrzeuge auch mit Sicherheitsfahrern auf echten Straßen. Im Oktober 2024 hatte das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein erreicht, indem es Tests ohne Sicherheitsfahrer auf bestimmten Autobahnabschnitten durchführte.

Ein erbitterter Wettbewerb in der Autonomie

Der Markt für autonomes Fahren zieht gewaltige Investitionen an. Tesla entwickelt seinen eigenen Robotaxi-Dienst, Waymo operiert bereits in mehreren US-amerikanischen Städten, während Hersteller wie Mercedes-Benz und BMW an ihren eigenen Lösungen arbeiten.

Für Waabi besteht die Herausforderung darin, zu beweisen, dass sein technologischer Ansatz mit diesen Giganten konkurrieren kann, die über deutlich größere Budgets verfügen. Das Startup setzt auf die Effizienz seiner simulationsbasierten Methode, um seine Entwicklung zu beschleunigen und gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle zu halten.

Die Vereinbarung mit Uber bietet ihm eine sofortige Bereitstellungsplattform und Zugang zu einem globalen Markt – zwei große Trumpfkarten, um mit den etablierten Akteuren zu konkurrieren. Jetzt gilt es nur noch, den technologischen Beweis in einen kommerziellen Erfolg im großen Stil zu verwandeln.


📚 Weiterlesen

Geschrieben von

Jules Dubois

Spezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute

Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...

Alle Artikel anzeigen (12)

Weiterlesen

Kommentare

💬
Kommentare werden geladen...

Kommentar hinterlassen

0/1000

Ihre E-Mail wird nicht öffentlich angezeigt. Mit der Übermittlung dieses Kommentars stimmen Sie unserer Datenschutzrichtlinie.