Tesla Roadster: Neue Markenanmeldungen wecken Hoffnung

Tesla hat zwei neue Marken für den Roadster angemeldet: Das meist erwartete Elektroauto des Jahrzehnts könnte endlich Realität werden. Die am 3. Februar 2026 beim US-Patentamt eingereichten Dokumente zeigen eine neu gestaltete Silhouette und ein unveröffentlichtes Logo für dieses seit November 2017 angekündigte Modell.
"Elon Musk hat eine Vorführung für den 1. April versprochen, was ihm einen gewissen Spielraum lässt, falls die Dinge nicht wie geplant laufen" — Motor1

Marken, die Hoffnung wecken
Tesla hat zwei separate Markenanmeldungen für seinen berühmten Roadster eingereicht. Die erste zeigt eine stilisierte Silhouette aus drei scharfen Linien, die das finale Design vorwegnehmen oder als neues Emblem dienen könnte. Die zweite betrifft die Schrift "ROADSTER" in einer futuristischen, geneigten Schriftart, die sich deutlich von den aktuellen Logos der Marke unterscheidet.
Diese Anmeldungen sind die ersten greifbaren Anzeichen für Aktivität rund um dieses Projekt seit Monaten. In der Automobilindustrie gehen solche Schritte dem Marktstart eines Modells normalerweise um einige Monate voraus.
Acht Jahre gebrochener Versprechen
Zurück zu November 2017. Bei einer Überraschungspräsentation parallel zur Enthüllung des Tesla Semi sorgt Elon Musk für Furore. Die Versprechungen lassen träumen: Markteinführung ab 2020, Startpreis bei 200.000 Dollar, Höchstgeschwindigkeit über 400 km/h und ein Sprint von 0 auf 160 km/h in nur 4,2 Sekunden.
Das Problem? 2020 ist vorbei. Dann 2021, 2022, 2023, 2024, 2025... Der Roadster hat die Werke in Kalifornien immer noch nicht verlassen. In der Zwischenzeit hat sich Tesla auf seine Volumenmodelle konzentriert und die Verschiebungen vervielfacht.

Eine Vorführung für den 1. April... wirklich?
In seinem letzten Finanzbericht erwähnt Tesla schlicht, dass "die Vorbereitungen in Nordamerika für die Produktion des Roadster der neuen Generation fortgesetzt werden". Ende 2025 sprach Elon Musk von einer Vorführveranstaltung für den 1. April 2026. Ein Datum, das wahrscheinlich nicht zufällig gewählt ist und einen idealen Ausweg bei weiteren Verzögerungen bietet.
Die Produktion würde dann 12 bis 18 Monate später starten, was einen möglichen Marktstart zwischen 2027 und 2028 bedeuten würde. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Tesla-Chef sich öffentlich zu diesem Thema verpflichtet, ohne seine Versprechen zu halten.
Welche Leistung am Ende?
Die 2017 angekündigten Spezifikationen lassen auf dem Papier immer noch träumen. Tesla versprach eine Reichweite von 1.000 km, einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 1,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 mph (ca. 400 km/h). Alles angetrieben von einer 200 kWh-Batterie und einem System mit drei elektrischen Motoren.
Elon Musk erwähnte sogar ein "SpaceX-Kit" mit Kaltlufttriebwerken, die dem Fahrzeug ein kurzes "Fliegen" ermöglichen sollen. Spektakuläre Aussagen, die das Geheimnis nähren, aber Fragen nach ihrer tatsächlichen technischen Machbarkeit aufwerfen.

Einfluss auf den Börsenkurs?
Die Neuigkeiten über die Markenanmeldungen ließen die Märkte nicht kalt. Die Tesla-Aktie ist seit den ersten Ankündigungen in den sozialen Medien deutlich gestiegen. Ein Zeitpunkt, der Fragen aufwirft: Handelt es sich nur um einen Ankündigungseffekt, um die Unternehmensbewertung zu stützen?
Mit einem erwarteten Preis zwischen 200.000 und 250.000 Dollar wird der Roadster nicht ausreichen, um den Gesamtumsatz von Tesla zu steigern. Aber er könnte das technologische Image der Marke aufpolieren, das durch die wiederholten Verzögerungen beim Cybertruck und den verstärkten Wettbewerb auf dem Elektrofahrzeugmarkt angekratzt wurde.

Die Konkurrenz hat nicht gewartet
Während Tesla die Verschiebungen häuft, organisiert sich die Konkurrenz. Der Rimac Nevera zerschmettert bereits Leistungsrekorde mit seinen 1.914 PS und seinem Sprint von 0 auf 100 km/h in 1,97 Sekunden. Lotus bereitet seinen Evija vor, Polestar arbeitet am für 2026 geplanten Polestar 6, und sogar Ferrari steht kurz davor, seinen ersten 100% elektrischen Supersportwagen zu enthüllen.
Diese Konkurrenz macht die Herausforderung für Tesla noch entscheidender. Der Roadster sollte die technologische Überlegenheit der Marke demonstrieren. Heute riskiert er, auf einen bereits von etablierten Konkurrenten besetzten Markt zu kommen.
Die Geschichte des Tesla Roadster illustriert perfekt die Musk-Methode: Groß ankündigen, sehr früh, und dann die Realität an die technischen und industriellen Zwänge anpassen. Nach fast einem Jahrzehnt des Wartens hoffen die Fans, dass 2026 endlich das Jahr der Verwirklichung sein wird. Aber Vorsicht: Bei Tesla sind Überraschungen die Regel, nicht die Ausnahme.
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Geschrieben von
Thomas MartinSpezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet
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