🔍 Testsrenaultclio

Renault Clio e-Tech Supertest: Verbrauch & Leistung im Test

529 Wörter3 Min LesezeitVon Sophie Renard
Hauptfoto des Artikels : renault clio - Renault Clio e-Tech Supertest: Verbrauch & Leistung im Test
© Automobile-magazine

Der Renault Clio e-Tech offenbart seine wahren Leistungen in unserem kompletten Supertest. Mit dem neuen 160 PS Hybridantrieb zeigt die französische Citadine je nach Nutzungsbedingungen variable Verbräuche. Ein identifizierter Bug kann den Verbrauch im Stadtverkehr bei kaltem Wetter jedoch in die Höhe treiben.

"Bei Stadtfahrten bei kühlem oder kaltem Wetter verhindert ein Bug, dass der Verbrennungsmotor des Renault Clio 6 Hybrids abschaltet – selbst bei voller Batterie." — Automobile Magazine

Ein vielversprechender neuer Hybridantrieb

Der Clio e-Tech verabschiedet sich vom alten 1,6-Liter-Vierzylinder HR16 und adoptiert den moderneren HR18. Dieser Saugmotor mit Direkteinspritzung entwickelt 109 PS und 170 Nm Drehmoment – ein bemerkenswerter Zuwachs gegenüber den 94 PS der Vorgängergeneration.

renault clio 2026

Der elektrische Antriebsstrang kombiniert einen Anlasser-Generator mit 20 PS und eine Traktionsmaschine mit 49 PS. Das Ganze stützt sich auf eine Batterie mit 1,4 kWh Bruttokapazität, von denen nach unseren Messungen 0,8 kWh nutzbar sind. Diese e-Tech-Technologie ermöglicht eine Systemleistung von 160 PS bei 205 Nm Drehmoment.

Alles läuft über das berühmte Multimode-Klinkengetriebe, ein besonderes System, das von Renault entwickelt wurde und für seine Energieeffizienz anerkannt ist. Dieses automatische Getriebe ohne klassische Kupplung optimiert die Übergänge zwischen elektrischem und thermischem Modus.

Überzeugende Alltagsleistungen

Unser Supertest zeigt für eine Hybrid-Citadine zufriedenstellende Leistungen. Die Beschleunigung bleibt dank des sofort verfügbaren elektrischen Drehmoments angemessen, während die Höchstgeschwindigkeit im Standard der Kategorie bleibt.

Der Clio e-Tech glänzt besonders im Stadtverkehr, wo der Elektromodus häufig übernimmt. Stopps an roten Ampeln und Anfahrten erfolgen erwartungsgemäß leise, wie von einem modernen Hybridfahrzeug.

Gemessene Verbräuche: Von sehr gut bis enttäuschend

Unsere Aufzeichnungen zeigen je nach Nutzungsbedingungen erhebliche Unterschiede. Im optimalen Stadtzyklus kann die Hybrid-Citadine unter 4 l/100 km fallen – eine bemerkenswerte Leistung für ein Auto dieser Größe.

Auf Landstraße und Autobahn steigen die Verbräuche logischerweise an. Der Verbrennungsmotor übernimmt dann häufiger, insbesondere bei konstanter Geschwindigkeit, wo die Hybridisierung weniger Vorteile bringt.

Ein Bug, der die Winterleistungen belastet

Automobile Magazine hat einen Fehler identifiziert, der die Verbräuche erheblich beeinflusst. Bei kühlem oder kaltem Wetter weigert sich der Verbrennungsmotor, im Stadtverkehr abzuschalten – selbst bei voller Batterie –, wenn der Automatikmodus der Heizung nicht aktiviert ist.

Dieser Bug kann den Stadtverbrauch explodieren lassen und aus einer sparsamen Citadine einen Spritfresser machen. Renault bereitet ein OTA-Update (Over The Air) vor, das nach unseren Informationen "in den kommenden Wochen" eintreffen soll.

Wann ist die Korrektur verfügbar?

Das korrigierende Update ist für die kommenden Wochen angekündigt. Eigentümer des Clio e-Tech erhalten eine Benachrichtigung auf dem Fahrzeugdisplay, um den Fix automatisch über die Mobilfunkverbindung herunterzuladen.

Bis dahin empfiehlt Renault, den Automatikmodus der Heizung/Klimaanlage zu nutzen, um die Fehlfunktion zu vermeiden. Diese Maßnahme ermöglicht es, auch bei kaltem Wetter wieder normale Verbräuche zu erreichen.

Im Wettbewerbsvergleich

Der Clio e-Tech betritt ein hart umkämpftes Segment, in dem sich die Toyota Yaris Hybrid, Honda Jazz e:HEV oder auch der Hyundai i20 Hybrid gegenüberstehen. Mit seinen 160 PS positioniert er sich als einer der leistungsstärksten in seiner Klasse.

Sein Vorteil liegt in der bereits bei anderen Renault-Modellen erprobten e-Tech-Technologie. Der Symbioz und sein Zwilling Mitsubishi Grandis nutzen den gleichen Antriebsstrang, ebenso wie der kürzlich vorgestellte Dacia Bigster. Diese gemeinsame Plattformnutzung sollte langfristig eine bessere Zuverlässigkeit gewährleisten.

Geschrieben von

Sophie Renard

Spezialist luxe, premium, sportive, sport auto, allemandes, reglementation, assurance, prix, ventes

Spécialiste du segment premium et luxe, Sophie couvre l'actualité des marques prestigieuses depuis 12 ans. Ancienne attachée de presse pour un cons...

Alle Artikel anzeigen (15)

Weiterlesen

Kommentare

💬
Kommentare werden geladen...

Kommentar hinterlassen

0/1000

Ihre E-Mail wird nicht öffentlich angezeigt. Mit der Übermittlung dieses Kommentars stimmen Sie unserer Datenschutzrichtlinie.