Renault: Chinesischer E-Motor wird ab 2027 in Cléon montiert

Renault wird ab 2027 chinesische Elektromotoren in seinem Werk in Cléon montieren. Diese Entscheidung betrifft Einsteigermodelle wie die Twingo, die bereits mit einem Motor von Shanghai E-drive ausgestattet ist. Das Ziel: Bis zu 120.000 Einheiten pro Jahr produzieren und gleichzeitig die Aktivitäten des normannischen Standorts diversifizieren.
"Durch die Zusammenarbeit mit China hat Renault die Entwicklung der Twingo in 24 Monaten abgeschlossen – eine Halbierung der üblichen Entwicklungszeit." — L'Auto Journal
Eine klare Strategie für kleine Elektroautos
Renault macht aus seiner Strategie keinen Hehl. Der Hersteller mit der Raute hat letzte Woche seinen Mitarbeitervertretern seine Absicht mitgeteilt, in Frankreich Elektromotoren chinesischer Herkunft zu montieren. Diese Antriebsstränge werden seine Einsteigermodelle ausrüsten, insbesondere die Twingo E-Tech, die 2024 auf den Markt kam.
Diese Entscheidung folgt einer bereits bewährten Logik. Die neue Twingo, die dank des R&D-Zentrums "ACDC" in Shanghai in nur 24 Monaten entwickelt wurde, importiert ihre Motoren bereits von Shanghai E-drive. Eine gewagte Wette, die es ermöglichte, die üblichen Entwicklungszeiten zu halbieren.

Bis zu 120.000 Motoren pro Jahr in Cléon
Das normannische Werk Cléon könnte eine neue Produktionslinie für diese chinesischen Motoren beherbergen. Laut Fachpresse soll die angestrebte Kapazität ab 2027 120.000 Einheiten pro Jahr erreichen.
Diese Steigerung der Produktion reagiert auf eine wachsende Nachfrage. Die elektrische Twingo, ab 19.490 € erhältlich, bietet 265 km WLTP-Reichweite und eine deutlich großzügigere Serienausstattung als ihre Vorgänger. Ein Positionierung, die überzeugt, wenn man bedenkt, dass die vorherige Elektro-Generation für 21.350 € und nur 190 km Reichweite auf den Markt kam.
Welche Modelle bekommen diese chinesischen Motoren?
Renault hält sich bezüglich der genauen Modelle, die diese in Cléon montierten Motoren erhalten werden, bedeckt. Während die Twingo auf der Hand liegt, verwendet die elektrische R5, die im September 2024 auf den Markt kam, derzeit einen von Renault intern gefertigten Motor.
Das erklärte Ziel sind "elektrische Einsteigermodelle". Eine Strategie, die sich auf andere Kleinwagen der Gruppe ausweiten könnte, in einem Umfeld, in dem der Kostendruck zunimmt, um die Elektromobilität zu demokratisieren.
Diversifizieren, um zu überleben
Diese sino-französische Zusammenarbeit geht mit anderen Projekten einher, um die Aktivitäten in Cléon aufrechtzuerhalten. Der normannische Standort entwickelt auch die Fertigung von Militärdrohnen unter der Ägide der Direction générale de l'armement.
Eine notwendige Diversifizierung, während die europäische Automobilindustrie mit der chinesischen Konkurrenz konfrontiert ist. Die asiatischen Hersteller beherrschen Produktionskosten und Entwicklungszeiten besser, was ihre europäischen Pendants zwingt, ihre Methoden zu überdenken.
Ein Trend, der über Renault hinausgeht
Das Phänomen betrifft auch andere Marken. Mini montiert seine elektrischen Cooper und Aceman direkt in China mit lokalen Komponenten. Die chinesische Marke Leapmotor führt bei ihrer T03 in Europa nur die Endmontage durch.
Diese Realität wirft Fragen zur Zukunft des automobilen "Made in France" auf. Aber sie spiegelt auch eine pragmatische Anpassung an die neuen Gegebenheiten des Elektromarktes wider, wo Geschwindigkeit und Preiswettbewerb über die geografische Herkunft der Komponenten triumphieren.
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Thomas MartinSpezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet
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