Neuer Ferrari Testarossa: 1050 PS Hybrid-Ikone

568 Wörter3 Min LesezeitVon Jules Dubois
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Ferrari belebt seine Ikone der 80er Jahre wieder: Der neue Testarossa kommt mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb und 1050 PS – der stärkste Straßen-Ferrari aller Zeiten. Ab 450.000 Euro übernimmt er die Nachfolge des SF90, zitiert die legendäre Optik und bietet 25 Kilometer rein elektrische Reichweite.

"1050 PS in einem Straßen-Ferrari – das hat es in der Geschichte von Maranello noch nie gegeben." — Auto Bild

Die Rückkehr einer Pop-Legende

Vierzig Jahre nach Miami Vice und seinen nächtlichen Verfolgungsjagden auf dem Ocean Drive bringt Ferrari seinen Testarossa zurück. Die Marke mit dem springenden Pferd hat den kulturellen Impact ihres einstigen Flagschiffs nicht vergessen, unsterblich gemacht in der Kultserie mit Don Johnson am Steuer.

Diese neue Generation lehnt sich direkt an ihren Vorfahren an. Die originalen Klappscheinwerfer wurden durch einen dunklen Streifen ersetzt, der sich über die gesamte Motorhaubenbreite zieht und Matrix-LED-Scheinwerfer integriert. Ein visueller Trick, der sofort an die originalen Klappscheinwerfer erinnert. Hinten weichen die berühmten seitlichen Lamellen massiven Lufteinlässen, die den Mittelmotor mit Frischluft versorgen.

1050 PS unter der Haube

Dieser neue Testarossa beherbergt den stärksten Antrieb, der je in einem Serien-Ferrari verbaut wurde. Das Plug-in-Hybrid-System entwickelt 1050 PS und übertrifft damit die 1000 PS des SF90 Stradale deutlich. Die Konfiguration folgt dem Prinzip des Plug-in-Hybriden mit einer elektrischen Reichweite von 25 Kilometern.

Die Leistungsdaten versprechen brutal zu sein, auch wenn Ferrari die offiziellen Zeiten noch nicht verraten hat. Der italienische Hersteller setzt mit diesem Antrieb auf direkte Konkurrenz zu den Hypercars von McLaren und Lamborghini, ohne dabei die neuen Umweltnormen zu ignorieren.

Welchen Preis hat diese moderne Ikone?

Der Testarossa 2026 startet bei 450.000 Euro, das sind 150.000 Euro mehr als der SF90, den er ersetzt. Ein Preis, der ihn in direkte Konkurrenz zum McLaren Artura und dem zukünftigen Hybriden Lamborghini Revuelto stellt.

Dieser deutliche Aufschlag erklärt sich durch die Komplexität des Antriebsstrangs und die verwendeten Premium-Materialien. Ferrari rechtfertigt den Preis auch mit dem ikonischen Status des Namens Testarossa, wahrscheinlich dem wiedererkennbarsten in der gesamten historischen Modellpalette.

Design: Zwischen Nostalgie und Moderne

Das Team aus Maranello hat jedes Detail durchgearbeitet, um an das Original zu erinnern, ohne es zu kopieren. Die Lichtsignatur vorne greift die charakteristische Breite auf, während die allgemeinen Proportionen dem Geist der 80er Jahre treu bleiben. Die skulpturierten Flanken integrieren nun diskretere, aber effizientere Lufteinlässe.

Das Heck bewahrt die beeindruckende Breite des alten Modells, betont durch einen dekorativen Streifen, der die Gesamterscheinung strukturiert. Die zentralen Auspuffendrohre erinnern daran, dass trotz der Hybridisierung der Turbo-V8 präsent bleibt.

Wann ist er verfügbar?

Die ersten Auslieferungen des neuen Testarossa sind für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Ferrari hat bereits in mehreren europäischen Märkten die Bestellungen geöffnet, wobei sich die Lieferzeiten angesichts der Nachfrage schnell verlängern.

Die Produktion bleibt limitiert, entsprechend der üblichen Strategie der Marke für ihre exklusivsten Modelle. Jedes Exemplar wird über das Tailor Made-Programm individualisierbar sein, sodass Kunden entweder die Miami-Vice-Atmosphäre neu erschaffen oder sich für modernere Ausführungen entscheiden können.

Diese Wiederbelebung des Testarossa markiert eine Wende für Ferrari, das damit seine Fähigkeit beweist, seine Ikonen neu zu erfinden und gleichzeitig ihr Erbe zu wahren. Es bleibt abzuwarten, ob diese neue Generation die Gemüter ebenso prägen wird wie ihr illustrer Vorgänger.


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Jules Dubois

Spezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute

Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...

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