ACC streicht Gigafactory-Projekte in Deutschland und Italien

Die Automotive Cells Company (ACC) streicht ihre Pläne für Gigafactories in Kaiserslautern und im italienischen Termoli endgültig. Das Joint Venture zwischen Stellantis, Mercedes-Benz und TotalEnergies konzentriert seine Kräfte nun auf den französischen Standort Billy-Berclau/Douvrin, wo die Produktion bis 2026 hochgefahren werden soll.
"Die ACC-Führung hat uns heute Morgen bestätigt, was wir schon lange befürchtet haben: Das ACC-Projekt zum Bau einer Gigafactory in Termoli wurde endgültig aufgegeben, ebenso wie das in Deutschland" — Italienische Gewerkschaft UILM
Zwei Projekte von der Landkarte gelöscht
ACC hat die Aufgabe seiner beiden europäischen Gigafactory-Projekte nach einem bereits im Mai 2024 verhängten Baustopp offiziell bestätigt. Das Unternehmen erklärt, dass "die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der ACC-Projekte in Deutschland und Italien nicht gegeben sind". Ein Befund, der Ambitionen beendet, die seit 2020 bestanden.
Die italienische Metallgewerkschaft UILM war am direktesten und bestätigte, dass der Stopp für beide Standorte "endgültig" sei. ACC hat Gespräche mit den Mitarbeitervertretern aufgenommen, um die "Modalitäten für einen möglichen Projektstopp" in Kaiserslautern und Termoli zu regeln.
Stellantis im Sturm
Diese Ankündigung folgt auf die massiven strategischen Revisionen von Stellantis, das 45 % des Kapitals von ACC hält. Der französisch-italienisch-amerikanische Konzern hatte kürzlich Sonderabschreibungen in Höhe von 22 Milliarden Euro angekündigt, nachdem er das Tempo der Elektroverkäufe überschätzt hatte.
Carlos Tavares und seine Teams "beobachten die Situation genau und sind weiterhin voll engagiert, um die industriellen und sozialen Auswirkungen zu bewerten", heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Eine vorsichtige Position, die die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten kaum kaschiert.
Was wird aus dem Werk in Termoli?
Der italienische Standort schließt jedoch nicht. Emanuele Cappellano, Europa-Direktor von Stellantis, bestätigte, dass das Werk weiterhin Verbrennungsmotoren produzieren wird, "bis 2030 und darüber hinaus". Diese Antriebe werden an die Euro-7-Normen angepasst.
Diese Umwidmung ermögliche "die operative Kontinuität des Standorts, verbunden mit Schlüsselproduktionen für die Zukunft des Unternehmens", so Cappellano. Eine Art, die 2.500 Mitarbeiter des italienischen Standorts zu beruhigen, die um ihre Zukunft fürchteten.
Frankreich als einziger Überlebender des ursprünglichen Plans
Die ursprünglichen ACC-Pläne sahen drei Produktionsstandorte mit einer Kapazität von jeweils 8 GWh vor. Jetzt bleibt nur noch der französische Standort Billy-Berclau/Douvrin im Pas-de-Calais aktuell. Seine Kapazität wird sogar mit zwei Linien von 13 GWh und 15 GWh verstärkt, was eine Jahresgesamtkapazität von 28 GWh ergibt.
Die französische Produktion soll im Sommer 2025 anlaufen, um die Elektromodelle von Stellantis und Mercedes-Benz zu versorgen. Ein straffer Zeitplan, der alle Hoffnungen des Joint Ventures auf einen einzigen Standort konzentriert.
Europa verliert zwei strategische Gigafactories
Diese Aufgabe ist ein schwerer Schlag für die europäische Autonomie im Bereich der Batterien. Mit der Streichung der deutschen und italienischen Projekte verliert Europa zwei strategische Standorte im Angesicht der asiatischen Dominanz in diesem Sektor. Die Zellen werden weiterhin größtenteils aus China und Südkorea kommen.
Die europäische Nachfrage nach Batterien bleibt trotz des Verkaufsrückgangs bei Elektroautos hoch. Aber ACC setzt lieber auf den Ausbau seines französischen Standorts, als seine Investitionen auf drei Länder zu verteilen.
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Geschrieben von
Jules DuboisSpezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute
Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...
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