Volvo: Elektroautos in 5 Jahren günstiger als Verbrenner

575 Wörter3 Min LesezeitVon Jules Dubois
Hauptfoto des Artikels : volvo Volvo: Elektroautos in 5 Jahren günstiger als Verbrenner
© Auto Plus

Volvo sagt voraus, dass Elektroautos in fünf Jahren günstiger sein werden als Verbrenner. Håkan Samuelsson, CEO des schwedischen Herstellers, stützt diesen Optimismus auf fallende Batteriepreise und verbesserte Fertigungsprozesse. Anders als seine Konkurrenten behauptet Volvo, bereits mit seinen Elektromodellen profitabel zu sein.

"Wir zahlen nicht dafür, sie zu verkaufen, im Gegensatz zu anderen Akteuren, die mit Verlust verkaufen, um Marktanteile zu gewinnen" — Håkan Samuelsson, CEO Volvo

Eine bereits erreichte Rentabilität, wo andere noch Geld verlieren

Volvo beansprucht eine einzigartige Position auf dem Elektromarkt: Der schwedische Hersteller behauptet, bereits mit seinen vollelektrischen Modellen profitabel zu sein. "Wir zahlen nicht dafür, sie zu verkaufen", betont Håkan Samuelsson und weist darauf hin, dass ohne diese Elektromodelle das Gesamtvolumen und die Gewinne des Herstellers geringer wären.

Diese Aussage steht im Kontrast zur Situation vieler Konkurrenten, die mit ihren Elektroflotten noch immer Verluste einfahren. Die Margen sind zwar schmaler als bei Verbrennern, aber sie existieren immerhin. Diese Rentabilität ermöglicht es Volvo, seine Elektrofahrzeuge nicht zu Schleuderpreisen zu verkaufen, um Marktanteile zu gewinnen.

volvo 2026

Die Batterie, der Schlüsselstein der Wirtschaftlichkeitsgleichung

Der schwedische Chef stützt seinen Optimismus auf zwei Haupthebel. Erstens den programmierten Preisverfall bei Batterien, die heute fast 40 % der Gesamtkosten eines Elektrofahrzeugs ausmachen. Skaleneffekte und technologischer Fortschritt sollten die Waage schnell zugunsten der Elektroautos gegenüber den Verbrennungsmotoren kippen.

Die Verbesserung der Fertigungsprozesse ist der zweite Hebel. Volvo setzt auf die Optimierung seiner Produktion, um die Stückkosten zu senken. Diese Strategie findet in einem Kontext statt, in dem der Hersteller sein ursprüngliches Ziel einer vollständig elektrischen Modellpalette ab 2030 diskret aufgeweicht hat.

Ein Pragmatismus angesichts der Marktrealitäten

Diese strategische Revision zeugt von einem gewissen Pragmatismus. Volvo erkennt an, dass der elektrische Wandel nicht verordnet, sondern im Rhythmus der Ladeinfrastruktur und der tatsächlichen Kundennachfrage aufgebaut wird. Eine Erkenntnis, die viele Hersteller teilen, die sich denselben Herausforderungen gegenübersehen.

Der schwedische Konzern, der vom chinesischen Geely kontrolliert wird, navigiert derzeit in unruhigen Gewässern. Die jüngsten Finanzergebnisse zeigen einen Nettoverlust von 4 Milliarden Schwedischen Kronen (360 Millionen Euro) für 2025, wobei die Aktien an der Stockholmer Börse um 22,5 % gefallen sind.

Welche Auswirkungen haben geopolitische Spannungen auf diese Strategie?

Handelsspannungen verkomplizieren die Gleichung. Kanada hat gerade die Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge auf 6,1 % gesenkt, mit einer jährlichen Importobergrenze von 49.000 Einheiten ab 2026. Diese Entscheidung zwingt Volvo, seine Bezugsquellen neu zu bewerten.

Der Hersteller fertigt mehrere Elektromodelle in China, darunter den EX30, den EX40 und den EM90. Nach Inkrafttreten des von Ottawa im Oktober 2024 verhängten 100 %-Zolls hatte das Unternehmen die kanadische Belieferung des EX30 auf sein Werk im belgischen Gent umgeleitet. Der kanadische Startpreis des EX30 blieb stabil bei 53.539 Dollar inklusive Gebühren.

Eine Prognose, die noch bestätigt werden muss

Die Vorhersage von Samuelsson basiert auf einer kontinuierlichen technologischen und industriellen Entwicklung. Es bleibt abzuwarten, ob diese Projektion den Unwägbarkeiten des Rohstoffmarktes und den geopolitischen Spannungen standhält, die auf die Lieferketten lasten. Die nächsten fünf Jahre werden zeigen, ob die Wette des Volvo-Chefs gerechtfertigt war.

Dieser Wettlauf um die Preiswettbewerbsfähigkeit findet in einem breiteren Kontext statt, in dem westliche Hersteller versuchen, mit ihren chinesischen Pendants zu konkurrieren, die oft durch niedrigere Produktionskosten und erhebliche Skaleneffekte begünstigt werden.


📚 Lesen Sie auch

Geschrieben von

Jules Dubois

Spezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute

Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...

Alle Artikel anzeigen (12)

Weiterlesen

Kommentare

💬
Kommentare werden geladen...

Kommentar hinterlassen

0/1000

Ihre E-Mail wird nicht öffentlich angezeigt. Mit der Übermittlung dieses Kommentars stimmen Sie unserer Datenschutzrichtlinie.