Nissan LEAF 2026: Elektro-SUV mit bis zu 622 km Reichweite

666 Wörter4 Min LesezeitVon Jules Dubois
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© Nissan, Andrew P. Collins

Die dritte Generation des Nissan LEAF markiert eine Zeitenwende: Schluss mit der ursprünglichen Kompaktlimousine, Platz für den SUV mit bis zu 622 km Reichweite. Angesichts harter Konkurrenz wie dem Hyundai Santa Fe und dem Tesla Model Y setzt Nissan auf ein aggressives Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem Basispreis von 35.300 € und modernster Technik.

"Der LEAF hat 2011 Elektroautos einem breiten Publikum zugänglich gemacht, und 15 Jahre später wurde er komplett neu gedacht" — John Davis, Gründer von MotorWeek

Die Wette auf den radikalen Wandel

Nissan geht mit diesem LEAF 2026 ein kalkuliertes Risiko ein. Nachdem 700.000 Einheiten der ersten beiden Generationen verkauft wurden, verwandelt der japanische Hersteller seinen Elektro-Pionier in einen kompakten SUV. Adieu, die hohe und brave Silhouette von einst, hallo zu den fließenden Linien, inspiriert vom Ariya, mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,25.

Diese Metamorphose ist kein einfacher kosmetischer Lifting. Nissan verlässt seine historische Plattform und übernimmt die CMF-EV-Architektur, die mit den Renault Mégane und Scénic E-Tech geteilt wird. Der Hersteller verkürzt das Auto sogar: 4,35 Meter gegenüber 4,49 Metern der alten Generation.

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Foto: Cleantechnica

Zwei Batterien für den gezielten Treffer

Die Modellpalette basiert auf zwei Batteriekapazitäten. Die Einstiegsversion erhält einen Akku mit 52 kWh und 177 PS, während die Top-Ausstattung 75 kWh für 218 PS bekommt. Letztere verspricht bis zu 622 km WLTP-Reichweite – eine Zahl, die den LEAF in die Spitzengruppe des Segments stellt.

In der Praxis zeigen erste Messungen einen realen Verbrauch von etwa 16-18 kWh/100 km, je nach Bedingungen. Kein Wunder also, aber eine ausreichende Ausdauer für lange Strecken. Das Schnellladen ist für die große Batterie auf 150 kW begrenzt, was einen Wechsel von 20 auf 80 % in 30 Minuten ermöglicht.

Der Hersteller verabschiedet sich endlich vom CHAdeMO-Stecker zugunsten des in Europa verbreiteteren CCS-Standards und integriert gleichzeitig bidirektionales Laden (V2L und V2G).

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Foto: Nissan LEAF 2026 – Foto: Daniel Rufiange

Ein verwandelter Innenraum

Das Interieur markiert die spektakulärste Entwicklung. Schluss mit dem tristen Armaturenbrett früherer Generationen: Platz für eine doppelte 14,3-Zoll-Anzeige, die sich über die gesamte Breite des Dashboards erstreckt. Diese Schnittstelle basiert auf integriertem Android Automotive, das Zugang zu mehr als 70 Apps bietet, ohne ein Smartphone zu benötigen.

Das Google Maps-Navigationssystem kommuniziert direkt mit dem Auto, um notwendige Ladestopps zu berechnen und die Batterie vorzukonditionieren. Eine besonders nützliche Funktion, die den Rückgriff auf Drittanbieter-Apps wie Chargemap vermeidet.

Beim Platzangebot liegen die 437 Liter Kofferraumvolumen und die ausreichende Beinfreiheit auf der Rückbank im guten Durchschnitt des Segments. Einziger Wermutstropfen: das Fehlen eines vorderen Gepäckraums ("Frunk") trotz Elektroantrieb.

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Foto: Nissan LEAF 2026 – Foto: Daniel Rufiange

Ab welchem Preis?

Nissan positioniert seinen neuen LEAF ab 35.300 € in der 52 kWh Engage-Version. Diese Basisausstattung beinhaltet bereits das semi-autonome Fahren ProPILOT, die 360°-Kamera, die Zweizonen-Klimaanlage und beheizte Sitze. Für die 75 kWh-Batterie muss man mindestens 40.300 € in der Engage-Ausstattung einplanen.

Die Top-Version Evolve erreicht mit Kunstlederpolstern, dem Premium-Audiosystem Bose mit 9 Lautsprechern, Massagesitzen und 19-Zoll-Felgen 47.000 €. Eine Preispositionierung, die den Hyundai Kona Electric (36.850 €) und den Kia EV3 (35.990 €) frontal herausfordert.

Die ersten Urteile fallen

Die Fachpresse begrüßt dieses starke Comeback. The Drive krönte den LEAF sogar zur "Besten Elektroauto 2026" mit einer Bewertung von 9/10, vor der Hyundai Ioniq 9, der Porsche Taycan Cross Turismo und dem Rivian R1T.

"Der neue LEAF gibt Käufern noch mehr Gründe, einen Blick auf den LEAF für ihre Bedürfnisse nach erschwinglichem Elektrofahren zu werfen", betont John Davis von MotorWeek, der ihm ebenfalls seinen Preis für das "Beste E-Auto 2026" verliehen hat.

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Foto: Nissan LEAF 2026 – Foto: Daniel Rufiange

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Jules Dubois

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