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Stellantis: Leapmotor-Technologie für Fiat, Opel und Peugeot

739 Wörter4 Min LesezeitVon Sophie Renard
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© © Sebastian Schaal

Stellantis prüft die Integration von Technologien seines chinesischen Partners Leapmotor in seine europäischen Fahrzeuge der Marken Fiat, Opel und Peugeot. Die beiden Gruppen diskutieren eine Erweiterung ihrer 2023 gegründeten Joint-Venture, mit dem Ziel, noch in diesem Jahr eine Einigung zu erzielen, wie Bloomberg berichtet.

"Stellantis hält 51 % an Leapmotor International gegenüber 49 % für den chinesischen Hersteller, hat aber derzeit keinen Zugang zu den Technologien seines Partners" — Quellen nahe der Angelegenheit gegenüber Bloomberg

Eine etablierte, aber begrenzte Partnerschaft

Die französisch-italienische Gruppe Stellantis erwarb 2023 eine Beteiligung von 20 % an Leapmotor für 1,5 Milliarden Euro. Diese Allianz mündete in die Gründung von Leapmotor International, einer Joint-Venture, bei der Stellantis mit 51 % der Anteile die Mehrheit hält.

Derzeit beschränkt sich diese Partnerschaft auf Vertrieb und Produktion von Leapmotor-Fahrzeugen außerhalb Chinas. Die Modelle T03 und C10 werden bereits über das Stellantis-Netzwerk in Europa verkauft, und die europäische Produktion des B10 soll in einem spanischen Werk des Konzerns anlaufen.

💡 Schlüsselzahl
Leapmotor verkaufte 2024 in China über 144.000 Elektrofahrzeuge und bestätigte damit seinen Status als Spezialist für erschwingliche EVs.

Auf dem Weg zum Zugang zu chinesischen Technologien

Die Gespräche drehen sich um den Zugang zu den Technologien für Batterien und die elektrischen Antriebssysteme, die von Leapmotor entwickelt wurden. Diese Entwicklung würde einen Wendepunkt in der Strategie von Stellantis markieren, das die Kosten seiner Elektromodelle für den Massenmarkt senken will.

Laut Bloomberg-Quellen befinden sich die Verhandlungen noch in einem frühen Stadium und könnten scheitern. Selbst bei einer Einigung bleiben regulatorische Hürden bestehen, insbesondere in Bezug auf den Datenschutz und die US-Beschränkungen für mit China verbundene vernetzte Fahrzeuge.

Eine Überlebensstrategie angesichts der Krise

Dieser Schritt erfolgt in einem schwierigen Umfeld für Stellantis, das für das zweite Halbjahr 2024 einen Nettoverlust von 23,8 Milliarden US-Dollar gemeldet hat. Der Konzern hat seine Elektroambitionen in Nordamerika nach den politischen Wechseln unter der Trump-Administration zurückgeschraubt.

Der Einsatz von Leapmotor-Technologien könnte die Marken Fiat, Opel und Peugeot im Segment der Massenfahrzeuge betreffen. Dieser Ansatz ist Teil eines breiteren Trends, bei dem westliche Hersteller ein starkes Interesse an chinesischen Innovationen in der Elektrifizierung zeigen.

fiat partner 2026

Wann könnte eine Einigung unterzeichnet werden?

Die Partner streben laut Bloomberg eine Finalisierung der Verhandlungen vor Ende 2026 an. Die Komplexität der regulatorischen und technologischen Herausforderungen könnte diesen Zeitplan jedoch verzögern.

💡 Technischer Punkt
Die Batterien von Leapmotor nutzen LFP-Technologie (Lithium-Eisen-Phosphat), die günstiger ist als NCM-Batterien, aber eine höhere Lebensdauer bietet.

Europa, neues Spielfeld für sino-westliche Kooperationen

Diese Allianz verdeutlicht die Umkehrung der Kräfteverhältnisse in der Automobilindustrie. Jahrzehntelang brachten westliche Hersteller ihre Motor-Expertise über Joint-Ventures nach China. Heute sind es die chinesischen Elektrotechnologien, die Europa interessieren.

Ford arbeitet mit Changan zusammen, General Motors kooperiert mit SAIC, und nun könnte Stellantis auf das Know-how von Leapmotor zurückgreifen. Diese Entwicklung spiegelt den Vorsprung wider, den China bei der Automobilelektrifizierung erlangt hat.

Regulatorische Herausforderungen zu bewältigen

Die Integration chinesischer Technologien wirft Fragen der technologischen Souveränität und der Datensicherheit auf. Die Europäische Union prüft diese Partnerschaften genau, insbesondere in Bezug auf Software und Fahrzeugkonnektivität.

Die US-Beschränkungen für chinesische Zulieferer erschweren die Lage auch für eine Gruppe wie Stellantis, die mit Marken wie Jeep, Ram und Dodge auf beiden Seiten des Atlantiks präsent ist.

💡 Wussten Sie schon?
Stellantis besitzt 14 Automarken, von Fiat bis Maserati über Chrysler und Alfa Romeo, und ist damit einer der diversifiziertesten Konzerne weltweit.

Das Ergebnis dieser Verhandlungen könnte die Elektrostrategie von Stellantis in Europa neu definieren. Angesichts des Aufstiegs chinesischer Hersteller und des Kostendrucks setzt der Konzern auf die Expertise seines asiatischen Partners, um seine Wettbewerbsfähigkeit im Segment erschwinglicher Elektrofahrzeuge zu erhalten.

Questions fréquentes

Wird Stellantis seine eigenen Technologien aufgeben?
Nein, das Ziel ist es, die bestehenden Technologien mit denen von Leapmotor zu ergänzen, insbesondere um die Kosten bei Massenfahrzeugen der Marken Fiat, Opel und Peugeot zu senken.
Welche Modelle könnten betroffen sein?
Die Gespräche betreffen die Massenfahrzeuge der europäischen Stellantis-Marken, möglicherweise Kleinwagen und kompakte SUVs, die darauf abzielen, chinesische Modelle preislich zu konkurrieren.
Entspricht diese Zusammenarbeit der europäischen Regulierung?
Die Verhandlungen müssen noch regulatorische Hürden überwinden, insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz und die US-Beschränkungen für mit China verbundene vernetzte Fahrzeuge. Eine endgültige Einigung hängt von der Klärung dieser Punkte ab.

Geschrieben von

Sophie Renard

Spezialist luxe, premium, sportive, sport auto, allemandes, reglementation, assurance, prix, ventes

Spécialiste du segment premium et luxe, Sophie couvre l'actualité des marques prestigieuses depuis 12 ans. Ancienne attachée de presse pour un cons...

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