Renault enthüllt 36 neue Modelle bis 2030, elektrische Alpine A110 bestätigt

700 Wörter4 Min LesezeitVon Thomas Martin

Der Renault Group zieht mit seinem Plan futuREady einen starken Aufschlag: 36 neue Modelle bis 2030, davon 12 für Europa. Alpine bestätigt den Wandel zur Elektromobilität mit einer neuen A110 auf dedizierter Plattform, während Dacia den Striker lanciert. Renault stellt den reinen Verbrenner in Europa bis 2030 endgültig ein.

"Mit der neuen A110 wollen wir den ersten echten Elektro-Sportwagen schaffen" — Philippe Krief, Chef von Alpine

Eine ambitionierte Strategie gegen die chinesische Konkurrenz

Renault Group hat seinen strategischen Plan futuREady enthüllt, der die Weichen für sein Wachstum bis 2030 stellt. Das erklärte Ziel: "Mit chinesischen Herstellern in Bezug auf Innovation, Kosten und Entwicklungsgeschwindigkeit konkurrieren", so François Provost, Generaldirektor der Gruppe. Ein Ehrgeiz, der sich in 36 neuen Modellen weltweit niederschlägt, davon 12 speziell für Europa.

Die Marke mit der Raute bestätigt das endgültige Aus für rein Benzin- oder Dieselmotoren in Europa bis 2030. Diese Entscheidung markiert eine Wende, auch wenn Hybridantriebe weiterhin eine Rolle spielen werden. "Bis 2030 strebt die Marke Renault 100% elektrifizierte Verkäufe in Europa und 50% außerhalb Europas an", präzisiert die Gruppe in ihrer Mitteilung.

💡 Schlüsselzahl
Renault strebt bis 2030 2 Millionen verkaufte Einheiten weltweit an, die Hälfte davon in Europa dank dieser Produktoffensive.
701Ad59E 4975 41D7 8D5B Fd5Ca2Dc62Df | Alpine A110 : De La Légèreté Thermique À La Performance Électrique.
Foto: © Lesalpinistes

Alpine setzt voll auf Elektro mit der neuen A110

Philippe Krief, Chef von Alpine, lässt keinen Zweifel: Die nächste Generation der A110 wird elektrisch. Das ikonische Modell wird seinen 4-Zylinder-Turbo zugunsten der neuen Plattform APP (Alpine Performance Platform) aufgeben. Diese Aluminium-Architektur, speziell für Sportwagen entwickelt, integriert eine 800V-Technologie zur Optimierung des Schnellladens.

Die neue Plattform bewahrt die DNA der A110 durch eine Gewichtsverteilung von 40:60 vorne/hinten. Zwei getrennte Batteriepacks ermöglichen es, die aktuelle Silhouette beizubehalten und gleichzeitig einen tiefen Schwerpunkt zu garantieren. Das Auto behält seine vollständig aus Aluminium gefertigte Aufhängung und integriert das System der aktiven Drehmomentvektorierung über die Alpine Dynamic Model ECU.

Mehrere Ableitungen für die A110 geplant

Alpine verheimlicht seine Ambitionen für seinen elektrischen Sportwagen nicht. Die Marke bestätigt, dass die A110 in mehreren Versionen erscheinen wird: Coupé, Spider und 2+2. Das Ziel: Eine komplette Modellpalette entwickeln, die auf dem Segment der elektrischen Sportwagen mit der Porsche 911 konkurrieren kann.

Der Antrieb basiert auf zwei Elektromotoren hinten, mit der Möglichkeit, Radnabenmotoren wie beim Renault 5 Turbo 3E zu adaptieren. Diese technische Lösung würde die Drehmomentverteilung optimieren und die leichten Fahrerlebnisse bewahren, die den Ruf des aktuellen Modells ausmachen.

💡 Technischer Punkt
Die APP-Plattform ist modular und kann Radnabenmotoren wie die der R5 Turbo 3E aufnehmen, mit bis zu 600 PS.

alpine a110 2026

Dacia enthüllt den Striker, neuen Crossover-Kombi

Dacia erweitert seine Modellpalette mit dem Striker, einem erhöhten Kombi, der mit der Skoda Octavia Estate konkurrieren wird. Während der Entwicklung als C-Neo getauft, positioniert sich dieses 4,62 Meter lange Modell an der Spitze der Dacia-Palette neben dem Bigster. Der angekündigte Startpreis von unter 22.000 € macht ihn zu einer attraktiven Alternative zu traditionellen Kombis.

Der Striker teilt seine Antriebe mit dem Bigster: Vollhybrid mit 152 PS und einem Elektromotor hinten, klassischer Hybrid und Mild-Hybrid mit zwischen 138 und 153 PS. Eine GPL-Version wird auf einigen Märkten ebenfalls verfügbar sein, aber wahrscheinlich nicht im Vereinigten Königreich.

Revolutionäre Technologien in Vorbereitung

Renault entwickelt eine neue Plattform RGEV Medium 2.0, speziell für Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerer konzipiert. Diese 800V-Architektur könnte dank eines kleinen Verbrennungsmotors, der die Batterien während der Fahrt lädt, bis zu 1.400 km Reichweite ermöglichen.

Diese Technologie antwortet direkt auf die chinesische Konkurrenz, insbesondere Leapmotor, die dieses Konzept bereits mit Stellantis nutzt. Die ersten Modelle mit dieser Plattform könnten bereits 2027 auf den Segmenten C und D erscheinen.

alpine a110 2026

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Thomas Martin

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