Porsche 718 Boxster und Cayman Elektro: Kommt die Absage?

Porsche durchquert eine turbulente Zone mit seinen zukünftigen Elektro- 718 Boxster und Cayman. Mehreren übereinstimmenden Quellen zufolge könnte der deutsche Hersteller die elektrischen Versionen seiner Sportwagen einfach und komplett absagen, die ursprünglich als Ersatz für die aktuellen Verbrenner geplant waren. Eine folgenschwere Entscheidung, die sich durch explodierende Entwicklungskosten und die Pleite von Northvolt, dem vorgesehenen Batterie-Lieferanten, erklärt.
"Die Marke könnte sich letztendlich dafür entscheiden, nur noch Verbrennervarianten dieser beiden Modelle anzubieten" — Bloomberg
Geheime Sitzungen zur Entscheidung über die Zukunft
Laut The Drive finden derzeit in Europa vertrauliche Besprechungen statt, um das Schicksal der elektrischen 718 zu besiegeln. Der neue Chef Michael Leiters, der am 1. Januar die Nachfolge von Oliver Blume angetreten hat, muss angesichts von "Entwicklungsverzögerungen und steigenden Kosten" eine Entscheidung treffen. Die Situation ist umso kritischer, als die Produktion der aktuellen Verbrennermodelle bereits eingestellt wurde.
Ursprünglich wollte Porsche, dass die nächste Generation 100% elektrisch sein sollte. Eine ambitionierte technologische Wette für Sportwagen, die weniger als 1.800 kg wiegen sollten – eine enorme Herausforderung bei schweren Batterien. Der Hersteller hatte sogar simulierte Gänge entwickelt, um ein Schaltgetriebe zu imitieren, inspiriert vom System des Hyundai Ioniq 5 N.
Die Northvolt-Pleite verändert alles
Der Zusammenbruch von Northvolt, dem schwedischen Zulieferer, der die Batterien für die 718 liefern sollte, hat Porsche gezwungen, seine Pläne komplett zu überdenken. Diese Insolvenz kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stärker stagniert als erhofft. Die verhaltene Aufnahme des elektrischen Macan, obwohl strategisch wichtig, hat die Begeisterung in Stuttgart gedämpft.
Die Zahlen sprechen für sich: Die Verkäufe von Porsche in China sind 2025 um 26% eingebrochen. Ein schwerer Schlag für eine Premiummarke, die sehr von diesem Markt abhängig ist. In diesem Kontext wird die Einführung eines teuer zu entwickelnden und potenziell schwer zu verkaufenden Elektro-Sportwagens zu einem sehr riskanten Spiel.
Welche Auswirkungen auf den elektrischen Audi TT?
Dieses Zögern könnte auch Auswirkungen auf Audi haben. Die Marke mit den Ringen bereitet die Rückkehr des TT in elektrischer Form vor, basierend auf dem Concept C, mit einer Plattform, die mit den zukünftigen Porsche-Modellen geteilt werden sollte. Wenn Stuttgart seine elektrischen 718 aufgibt, müsste Audi alle Entwicklungskosten alleine tragen.
Auf Nachfrage von Motor1 bezeichnete ein Audi-Sprecher diese Gerüchte als "reine Spekulation" und bestätigte, dass das Projekt "seinen Kurs verfolgt". Daniel Schuster wollte sich nicht im Detail äußern, aber die Situation bleibt angespannt. Eine Plattform für geringe Stückzahlen zu entwickeln, wird ohne Kostenteilung wirtschaftlich heikel.
Was würde das Projekt kosten?
Die beteiligten Summen bleiben vertraulich, aber die Entwicklung einer für Sportwagen dedizierten Elektroplattform stellt eine Investition von mehreren hundert Millionen Euro dar. Ohne die gemeinsame Nutzung mit Audi muss Porsche seine Rechnung machen. Das Handelsblatt spricht von einer "wirtschaftlichen Gleichung, die nicht mehr dieselbe wäre".
Der Ausweg? Ausschließlich Verbrennerversionen der zukünftigen 718 anbieten. Eine Rückkehr zu den Wurzeln, die Puristen erfreuen würde, aber die Frage nach der langfristigen Elektrostrategie von Porsche aufwerfen würde.
Die thermische Alternative gewinnt an Kontur
Angesichts dieser Schwierigkeiten gewinnt die Verbrenner-Option wieder an Farbe. Die letzten aktuellen 718, insbesondere die GTS-Versionen mit Saugmotor, sind bei Sammlern bereits heiß begehrt. Ihre Kurse steigen unaufhörlich, in Erwartung eines möglichen endgültigen Verschwindens von Verbrennungsmotoren.
Diese Situation illustriert die Schwierigkeiten des Übergangs zur Elektromobilität für Sportwagen. Im Gegensatz zu SUVs wie dem Macan, bei denen die Elektrifizierung sofortiges Drehmoment und Leistung bringt, müssen Coupés und Cabriolets mit Batterien umgehen, die das Auto erheblich beschweren. Eine technische Herausforderung, die Porsche sichtlich Schwierigkeiten bereitet, im vorgesehenen Budgetrahmen zu lösen.
Die endgültige Entscheidung sollte in den kommenden Wochen fallen. In der Zwischenzeit können sich Liebhaber der 718 immer noch auf den Gebrauchtmarkt zurückziehen, wo Exemplare ab 25.000 Pfund verfügbar sind.
Geschrieben von
Sophie RenardSpezialist luxe, premium, sportive, sport auto, allemandes, reglementation, assurance, prix, ventes
Spécialiste du segment premium et luxe, Sophie couvre l'actualité des marques prestigieuses depuis 12 ans. Ancienne attachée de presse pour un cons...
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