Polestar 2 Test: Die schwedische Elektro-Limousine im Realitätscheck

Die Polestar 2 gibt bis zu 659 km WLTP-Reichweite an, angetrieben von einem 421 PS starken Dual-Motor-System in der stärksten Version. Die schwedische Elektro-Limousine ist nach fünf Jahren Wartezeit endlich in Frankreich angekommen, mit Preisen ab 46.800 Euro.
"Mit unserer Performance-Version liefern wir 0-100 km/h in 4,2 Sekunden, also Leistungen, die einem Verbrenner-Sportwagen würdig sind" — Polestar France

Ein skandinavisches Design, das nicht gleichgültig lässt
Die Polestar 2 fällt sofort durch ihre straffen Linien und ihre Fastback-Silhouette mit vier Türen auf. Mit ihren 4.606 mm Länge und einem Radstand von 2.735 mm besetzt sie perfekt das Segment der Premium-Familienlimousinen. Ihr skulptiertes Profil verrät ihre schwedischen Wurzeln, erinnert an die Volvo-DNA, grenzt sich aber durch radikalere Details ab.
Die Front zeichnet sich durch einen typisch elektrischen geschlossenen Kühlergrill aus, eingerahmt von scharf geschnittenen LED-Scheinwerfern. Die bündigen Türgriffe und die 19- oder 20-Zoll-Felgen je nach Version komplettieren eine entschieden moderne Ästhetik. Der optimierte Luftwiderstandsbeiwert trägt direkt zu den guten Reichweitenleistungen bei.
Welche Reichweite wird angekündigt?
Die Polestar 2 Long Range gibt bis zu 659 km WLTP-Reichweite in ihrer effizientesten Konfiguration an. Dieser Wert stellt die schwedische Limousine auf Augenhöhe mit den Referenzen des Segments und konkurriert direkt mit der Tesla Model 3 Long Range und ihren angekündigten 750 km.

Motorisierungen für jedes Profil
Die Modellpalette gliedert sich in mehrere Konfigurationen. Das Einstiegsmodell Standard Range Single Motor leistet 272 PS mit einer Batterie geringerer Kapazität. Die Long Range Single Motor-Version bringt es auf 299 PS im Hinterradantrieb, eine ungewöhnliche Konfiguration in dieser Kategorie, wo normalerweise der Frontantrieb dominiert.
Die Top-Variante setzt auf die Long Range Dual Motor mit 421 PS und Allradantrieb. Die Performance-Ausführung steigert sich auf 476 PS und ermöglicht 0-100 km/h in 4,2 Sekunden. Zahlen, die die Polestar gegenüber der BMW i4 M50 und anderen Mercedes EQE 43 neu positionieren.
Im Innenraum herrscht schwedischer Minimalismus
Das Interieur der Polestar 2 bevorzugt nordische Nüchternheit. Das Armaturenbrett integriert Dekore aus Schwarzer Eschenholz und legt den Fokus auf nachhaltige Materialien. Die elektrischen Vordersitze mit Memory-Funktion bieten Heizung und Belüftung, während eine Zweizonen-Klimaanlage mit CleanZone-System die Luft filtert.

Das Klangerlebnis basiert auf einem Bowers & Wilkins-System mit 1.350 Watt, verteilt auf 14 Lautsprecher. Ein Detail, das zählt: Der zentrale Hochtonlautsprecher thront in der Mitte des Armaturenbretts, ein wiedererkennbares visuelles Markenzeichen dieser High-End-Ausstattung.
Ein vielversprechendes Fahrverhalten
Auf der Straße stützt sich die Polestar 2 auf ein durchdachtes Fahrwerk, das Komfort bevorzugt, ohne die Spurhaltung zu vernachlässigen. Der Hinterradantrieb der Single-Motor-Versionen bietet ein spielerischeres Verhalten als klassische Frontantriebe, auch wenn das perfekte Gleichgewicht laut ersten Rückmeldungen noch einige Anpassungen erfordert.
Die Lenkung, auf drei Unterstützungsstufen einstellbar, ermöglicht es, das Gefühl nach Vorlieben anzupassen. Die Federung gewinnt gegenüber den ersten Versionen an Nachgiebigkeit und reagiert auf Kritik an der übermäßigen Härte, die bei niedrigen Geschwindigkeiten festgestellt wurde.

Wann ist sie verfügbar?
Die Polestar 2 wird nach fünf Jahren Wartezeit nun in Frankreich verkauft. Die ersten Exemplare erreichten die Händler Anfang 2024 und markierten die offizielle Ankunft der schwedischen Marke in unserem Land.
Schnellladen im Wettlauf
Beim Laden akzeptiert die Polestar 2 bis zu 150 kW beim DC-Schnellladen, was ermöglicht, 80 % der Batterie in etwa dreißig Minuten zurückzugewinnen. Ein korrekter Wert, ohne außergewöhnlich zu sein, angesichts der 250 kW der BMW i4 oder der Leistungen der neuesten chinesischen Generationen wie der BYD Seal.
Das AC-Laden erfolgt mit 11 kW Drehstrom, ausreichend für den täglichen Gebrauch zu Hause oder im Büro.
Preise, die gegenüber der Konkurrenz stechen
Der Einstiegspreis beginnt bei 46.800 Euro für die Basisversion, also ein bewusstes Premium-Positionierung. Die Long Range Dual Motor steigt auf etwa 55.000 Euro, während die Performance-Variante an die 60.000 Euro herankommt.
Angesichts einer Tesla Model 3, die ab etwa 42.000 Euro erhältlich ist, beharrt die Schwedin auf ihrer Premium-Positionierung. Die BMW i4 eDrive35 beginnt bei etwa 52.000 Euro, was die Polestar als glaubwürdige, aber nicht unbedingt zugänglichere Alternative positioniert.
Die Polestar 2 trifft endlich auf einen französischen Markt, auf dem sich Premium-Elektrolimousinen vervielfachen. Zwischen bewusstem nordischem Design, korrekter Reichweite und überzeugenden Leistungen verfügt sie über
Geschrieben von
Jules DuboisSpezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute
Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...
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