Opel Commodore GS/E vs BMW 3.0 CSi: Der vergessene Oldtimer
Der Opel Commodore GS/E ist eine attraktive Alternative zur BMW 3.0 CSi auf dem Oldtimermarkt. Im September 1967 vorgestellt, leistete die deutsche Limousine bis zu 150 PS dank ihrer Bosch D-Jetronic-Einspritzung – zu einem heute deutlich vernünftigeren Anschaffungspreis als sein bayerischer Rivale.
"Wenn BMW in Sachen Raffinesse dominierten, hielten die Commodore in erfahrenen Händen auf der Rennstrecke mehr als nur gut mit" — Laut Experten der Tourenwagenrennen der 70er Jahre

Ein unterschätzter Rivale der Tourenwagenrennen
In den 70er Jahren lieferten sich vor allem drei Schwergewichte Gefechte in den Tourenwagenrennen: der BMW 3.0 CSI/CSL, der Ford Capri und der Opel Commodore. Fünfzig Jahre später zieht jedoch nur die BMW auf dem Sammlerparkett den längeren Hebel. Eine Ungerechtigkeit, wenn man die Leistungen des Rüsselsheimers kennt.
Der Commodore hatte solide Argumente gegenüber der Konkurrenz. Sein Motor – ein Reihensechszylinder mit 2,5 Litern Hubraum – leistete in der Basis-GS 130 PS und mit der D-Jetronic-Einspritzung der GS/E 150 PS. Zahlen, die ihn direkt mit den zeitgenössischen BMW- und Mercedes-Produkten konkurrenzfähig machten.
Der technische Wandel, der den Unterschied machte
Die Geschichte des Commodore beginnt im September 1967 mit der ersten A-Generation. Opel bot von Anfang an mehrere Karosserievarianten an: Limousine mit zwei oder vier Türen sowie Coupé. Doch im November 1970 gewann das Modell eine neue Dimension mit der Einführung der GS/E (E für Einspritzung).
Diese Version markierte einen technologischen Wendepunkt. Die Bosch D-Jetronic-Einspritzung ersetzte die Vergaser und entlockte dem 2,5-Liter 150 PS. Parallel dazu brachte Opel die GS 2.8 mit Vergaser und 145 PS auf den Markt, speziell für die Homologation im Rennsport konzipiert.
Warum den Commodore statt der BMW 3.0 CSi wählen?
Das Preisargument bleibt das offensichtlichste. Während eine gut erhaltene BMW 3.0 CSi leicht über 80.000 Euro kostet, liegt eine restaurierte Commodore GS/E zwischen 25.000 und 40.000 Euro, je nach Zustand. Eine Differenz, die sich mit der Bekanntheit der bayerischen Marke, aber nicht unbedingt mit den inneren Werten der Autos erklären lässt.
Die Robustheit ist ein weiterer großer Trumpf. Die Opel dieser Ära genießen einen Ruf größerer Zuverlässigkeit als die BMW. Die Wartung erweist sich als kostengünstiger und die Ersatzteile sind besser verfügbar. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für jeden, der sein Sammlerstück regelmäßig bewegen möchte.

Leistungen, die den Referenzen in nichts nachstehen
Was die reinen Leistungsdaten angeht, muss sich der Commodore GS/E vor den Referenzen seiner Zeit nicht verstecken. Sein 2,5-Liter-Reihensechszylinder mit Einspritzung leistet 150 PS – nur 30 PS weniger als die BMW 3.0 CSi mit ihren 180 PS.
Der Unterschied macht sich eher beim Raffinement und der Verarbeitungsqualität bemerkbar. BMW setzte auf einen Premium-Ansatz mit edleren Materialien und sorgfältigerer Verarbeitung. Opel hingegen priorisierte Effizienz und Robustheit, ganz in der Tradition der deutschen Hersteller jener Zeit.
Welche Zukunft haben diese vergessenen Oldtimer?
Der Markt für Sammlerfahrzeuge wandelt sich. Die Preise der ikonischsten Modelle schießen in die Höhe und drängen Enthusiasten zu erschwinglicheren Alternativen. Der Commodore GS/E gehört zu diesen Juwelen, die von dieser Bewegung profitieren.
Einige Experten sind der Meinung, dass diese "vergessenen" Modelle die Zukunft des Automobilsammelns darstellen. Finanziell zugänglicher bieten sie ein authentisches Fahrvergnügen ohne den spekulativen Beigeschmack, der die Ikonen des Segments kennzeichnet.

Ein Kauf, den man jetzt in Betracht ziehen sollte?
Für jeden, der nach einem charakterstarken Auto der 70er sucht, verdient der Commodore GS/E ernsthafte Beachtung. Sein vernünftiger Einstiegspreis, seine relative Seltenheit und seine dynamischen Qualitäten machen ihn zu einer glaubwürdigen Alternative zu den überbewerteten Modellen auf dem Markt.
Die Bosch D-Jetronic-Einspritzung, die von Pininfarina gestaltete Karosserie und die anständigen Leistungen sind starke Argumente. Ganz zu schweigen davon, dass es durchaus originell ist, auf Treffen, die von BMW, Mercedes und Porsche dominiert werden, in einem Opel der 70er Jahre unterwegs zu sein.
Geschrieben von
Jules DuboisSpezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute
Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...
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