KFZ-Steuer: Neue Erhöhungen in mehreren Regionen ab 1. März 2026

Die Erhöhungen der KFZ-Steuer häufen sich ab dem 1. März 2026 in mehreren französischen Regionen. Provence-Alpes-Côte d'Azur und Réunion schließen sich dem exklusiven Kreis der Regionen mit dem Höchstsatz von 60 € pro Steuer-PS an, während Korsika mit einem Plus von 23 % die stärkste Steigerung verzeichnet.
"Korsika steigt von 43 € auf 53 € und verzeichnet damit den stärksten Anstieg von über 23 %" — Automobile Magazine
Die Regionen, die die gesetzliche Obergrenze erreichen
Ab dem 1. März 2026 wird das Preisgefüge der KFZ-Steuer in Frankreich noch enger. Mehrere Regionen machen den großen Sprung zum gesetzlichen Höchstsatz von 60 € pro Steuer-PS. Provence-Alpes-Côte d'Azur und Réunion gesellen sich damit zur bereits umfangreichen Liste der Regionen mit Höchstsatz, zu der bereits Bretagne, Normandie, Grand-Est, Centre-Val de Loire und Bourgogne-Franche-Comté gehörten.
Diese neue Lage verringert automatisch die Unterschiede zwischen den Gebieten. Autofahrer in PACA und Réunion werden bei ihrem nächsten Fahrzeugwechsel also eine deutlich höhere Rechnung sehen.
Korsika gönnt sich den stärksten Anstieg
Gleichzeitig macht Korsika einen spektakulären Sprung von 43 € auf 53 € pro Steuer-PS. Diese Steigerung von über 23 % stellt den markantesten Anstieg dieser Erhöhungswelle dar. Die Insel der Schönheit holt damit einen Teil ihres Rückstands zu den anderswo in Frankreich praktizierten Tarifen auf.
Nouvelle-Aquitaine zieht mit einer eigenen Aufwertung nach und bestätigt den allgemeinen Aufwärtstrend, der das französische Festland erfasst. Diese Tarifanpassungen spiegeln den wachsenden Finanzierungsbedarf der regionalen Gebietskörperschaften wider.
Wie hoch ist die Erhöhung genau?
Für ein Fahrzeug mit 8 Steuer-PS, das in PACA zugelassen wird, beläuft sich die Rechnung nun auf 480 € statt der früheren, niedrigeren Tarife. In Korsika kostet dasselbe Fahrzeug jetzt 424 € gegenüber zuvor 344 €, also 80 € mehr. Diese Beträge kommen zu den anderen Komponenten der Zulassungsbescheinigung wie der Berufsbildungsteuer oder der Zustellgebühr hinzu.
Die Auswirkungen sind besonders bei leistungsstarken Fahrzeugen spürbar. Ein SUV mit 12 Steuer-PS bedeutet nun eine Ausgabe von 720 € in der Region PACA allein für die Regionalsteuer.
Eine Haushaltsfrage im Kontext des Wandels
Dieser Tarifanstieg erklärt sich durch dringende haushaltspolitische Erwägungen der Regionen. Die KFZ-Steuer ist einer der letzten steuerlichen Hebel, die vollständig von den Gebietskörperschaften kontrolliert werden, in einem Kontext, in dem ihre Zuständigkeiten und Lasten ständig zunehmen.
Die Entwicklung der Elektromobilität schwächt diese Einnahmequelle paradoxerweise. Elektrofahrzeuge profitieren in den meisten Gebieten von einer vollständigen Befreiung von der Regionalsteuer, was die steuerliche Basis allmählich erodiert. Diese Erosion zwingt die Regionen automatisch dazu, die Tarife für die noch im Umlauf befindlichen Verbrennerfahrzeuge zu erhöhen.
Welche Regionen bleiben noch verschont?
Einige Gebiete behalten mildere Tarife bei. Île-de-France wendet weiterhin einen Tarif von 46,15 € pro Steuer-PS an, während Hauts-de-France bei 43,50 € bleiben. Diese Unterschiede schaffen territoriale Verzerrungen, die die Wahl des Zulassungsortes beeinflussen können, insbesondere für Unternehmen mit mehreren Standorten.
Auch die Übersee-Départements wie Martinique und Guadeloupe behalten Vorzugstarife bei, die ihren spezifischen wirtschaftlichen Kontext berücksichtigen. Doch diese Zurückhaltung könnte angesichts des wachsenden Finanzierungsbedarfs der Gebietskörperschaften nicht von Dauer sein.
Die Verallgemeinerung der Erhöhungen spiegelt eine unausweichliche wirtschaftliche Realität wider: Die Regionen benötigen frisches Geld, um ihre Aufgaben zu finanzieren. In diesem Kontext wird die KFZ-Steuer zu einer immer schwereren Last für Autofahrer, insbesondere für diejenigen, die leistungsstarke Fahrzeuge fahren. Die Elektrifizierung des Fahrzeugbestands, auch wenn sie die Umwelt entlastet, erschwert die Haushaltsgleichung der Gebietskörperschaften ernsthaft, die ihre Finanzierungsquellen überdenken müssen.
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Geschrieben von
Jules DuboisSpezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute
Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...
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