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Tesla Cybercab: Produktion gestartet, Preis unter 30.000 $ bestätigt

740 Wörter4 Min LesezeitVon Thomas Martin
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© © Jalopnik

Das erste Tesla Cybercab hat am 17. Februar 2026 das Fließband der Gigafactory Texas verlassen – einen Monat früher als von Elon Musk angekündigt. Das zweisitzige Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale wird unter 30.000 Dollar kosten. Die Serienproduktion startet im April 2026. Doch regulatorische Hürden, die fragwürdige Zuverlässigkeit der FSD-Software und die Konkurrenz von Waymo machen den Weg noch lang.

„There‘s no fallback mechanism here. It‘s like this car either drives itself or it does not drive.“ — Elon Musk, Tesla earnings call, Januar 2026

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Foto: © Tesla

Ein erstes Exemplar vom Band – aber träumen Sie nicht zu früh

Das Foto, das Tesla am 17. Februar auf X veröffentlichte, gleicht einem Versteckspiel: Dutzende lächelnde Mitarbeiter, und irgendwo darin ein Cybercab. Man erkennt die Windschutzscheibe und ein Stück Karosserie. Das war‘s. Jalopnik hat es treffend zusammengefasst: Da ist eine Art Auto in der Menge, umgeben von Arbeitern, und man muss wirklich suchen, um es zu sehen.

Das ist kein Zufall. Tesla hat beim Launch des Cybertruck genau dasselbe gemacht. Diese Art inszenierter Auftritte gehört zum Kommunikationshandbuch der Marke. Dieses erste Exemplar ist mit ziemlicher Sicherheit ein Vorserienfahrzeug, kein Auto, das bereit ist, Fahrgäste durch die Straßen von Austin zu kutschieren. Elon Musk selbst hat in einem separaten Post bestätigt, dass die eigentliche Produktion ohne Lenkrad und Pedale im April 2026 anläuft, mit einem kommerziellen Rollout, der für das zweite Quartal anvisiert wird.

💡 Le saviez-vous ?
Laut Tesla soll der Cybercab halb so viele Teile enthalten wie ein Model 3. Diese extreme Vereinfachung ist der Kern der Kostenreduktionsstrategie, um die 30.000-Dollar-Schwelle zu erreichen.

Unter 30.000 Dollar: Woher kommt diese Zahl?

Der Preis „unter 30.000 Dollar“ hat einen etwas surrealen Ursprung. Musk wettete mit dem YouTuber MKBHD: Wenn der Cybercab vor Ende 2026 zu diesem Preis auf den Markt kommt, rasiert MKBHD sich den Kopf. Laut Carscoops hat diese Wette Musk offenbar motiviert, an dieser Preispositionierung festzuhalten, und er hat sie seitdem öffentlich bekräftigt.

Zum Vergleich: Das liegt deutlich unter dem Durchschnittspreis eines Neuwagens in den USA heute. Waymo, der ernstzunehmendste Konkurrent, hat derzeit kein Fahrzeug für die breite Öffentlichkeit im Verkauf – seine Robotaxis laufen im Service-Modus, nicht als Direktverkauf.

Cybercab
Foto: © CleanTechnica

Das eigentliche Problem: Ist FSD wirklich bereit?

Hier liegt der Haken. Der Cybercab hat weder Lenkrad noch Pedale – Musk hat das mehrfach betont. Das bedeutet, es gibt keine menschliche Rückfallebene. Wenn die Software abstürzt, kann niemand eingreifen. Bei den aktuellen Robotaxis in Austin – modifizierte Model Y mit Sicherheitsfahrern an Bord – lag die Unfallrate laut Automobile Propre über dem menschlichen Durchschnitt. Musk selbst hat im Januar-Earnings-Call eingeräumt, dass noch „Milliarden zusätzlicher Kilometer an Daten“ nötig seien.

In Austin sind laut der Website Robotaxi Tracker derzeit 45 Tesla-Robotaxis unterwegs, davon nur 7 ohne Aufsicht an Bord. Waymo hingegen hat in Austin bereits 200 Fahrzeuge im Einsatz und 1.000 in der Bucht von San Francisco. Der Rückstand ist real. Und kurioserweise werden diese fahrerlosen Tesla-Robotaxis trotzdem von Begleitfahrzeugen verfolgt, die aus der Ferne eingreifen können. Eine Art Krücke, die sich nicht so nennt.

📊 Chiffre clé
In San Francisco betreibt Waymo etwa 1.000 Robotaxis, verglichen mit 256 beobachteten Teslas – und die meisten Teslas haben noch einen menschlichen Aufseher an Bord.
[Tesla Model 3](/article/tesla-model-y-et-model-3-nouvelles-versions-et-prix-casses-pour-democratiser-l-electrique) fatal crash
Foto: © Credit: NTSB

Kabelloses Laden: Eine regulatorische Hürde ist gefallen

Ohne Lenkrad und Pedale kann der Cybercab natürlich kein Kabel selbst einstecken. Tesla setzt daher auf induktives Laden: eine Bodenplatte, ein Empfänger unter dem Fahrzeug, und die Energie wird per Magnetinduktion übertragen, sobald das Auto darüber positioniert ist.

Am 19. Februar 2026 erteilte die FCC (Federal Communications Commission) Tesla eine Ausnahmegenehmigung, um die Ultra-Wideband (UWB)-Technologie im Freien in seinen Ladeinfrastrukturen zu nutzen. Diese Genehmigung war ein entscheidender Durchbruch: UWB war bisher

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Thomas Martin

Spezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet

Expert SUV et crossovers depuis plus de 15 ans, Thomas a parcouru les routes du monde entier pour tester les véhicules les plus robustes. Ancien pi...

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