Mercedes Baby G-Klasse: Hybrid und elektrisch ab 2027

2023 als rein elektrischer Kompakt-SUV angekündigt, ändert der „Baby G“ von Mercedes die Richtung. Der kleine Bruder der G-Klasse wird ab 2027 sowohl als Hybrid als auch als Elektroversion auf den Markt kommen – auf einer eigenen Plattform mit Leiterrahmen und serienmäßigem Allradantrieb.
„Mercedes würde Verbrennungsmotoren bis in die 2030er Jahre beibehalten, um weltweit flexibel zu bleiben.“ — Ola Källenius, CEO von Mercedes-Benz
Die strategische Kehrtwende, die man erwartet hatte
Die Entscheidung überrascht niemanden, der den Markt genau verfolgt. Mercedes hatte einen rein elektrischen Baby G angekündigt – dann sprach der Markt. Die Verkäufe hochpreisiger Elektromodelle blieben hinter den Prognosen zurück, und Ola Källenius bestätigte öffentlich, dass die Marke Verbrennungsmotoren weit über 2030 hinaus beibehalten werde. Der Baby G wird zum Spiegelbild dieser grundlegenden Revision.
Weniger alltäglich sind die Kosten dieser Strategieänderung. Einen Verbrennungsmotor in ein Fahrzeug zu integrieren, das ursprünglich als reines Elektroauto konzipiert wurde, beschränkt sich nicht auf ein paar Codezeilen. Es betrifft die gesamte Architektur: Motorraum, Kühlung, Massenmanagement, Abgasanlage. Nach unseren Informationen war es genau diese Flexibilität, die Mercedes schließlich zu einer spezifischen Hybridplattform bewog – einer Mischung aus traditionellem Leiterrahmen und Elementen der MMA-Plattform, die auch CLA und GLB trägt – anstatt das Modell, wie ursprünglich geplant, auf die Architektur des elektrischen GLC zu setzen, wie Autocar berichtet.
Was unter der Haube steckt
Auf der Hybridseite ist der Antrieb bereits bekannt: der 1,5-Liter-Turbovierzylinder aus der neuen CLA. Dieser Motor, entwickelt in Partnerschaft zwischen Geely und Renault im Joint Venture Horse Powertrain, leistet in seinen aktuellen CLA-Anwendungen bis zu 188 PS. Er ist mit einem 30-PS-Elektromotor kombiniert, der in das 8-Gang-Automatikgeträge integriert ist – eine 48-Volt-Mildhybridisierung, die den Verbrenner unterstützt und die elektrischen Fahrzeugfunktionen übernimmt. Im CLA 220 Hybrid entwickelt das Gesamtsystem 208 PS bei einem Drehmoment von 380 Nm, so L'Auto Journal.
Die Elektroversion hingegen setzt auf zwei eATS2.0-Motoren von Mercedes, einen pro Achse, mit einem 85-kWh-Akku – derselbe wie im elektrischen GLB, der 614 km WLTP angibt. Der Baby G wird schwerer und deutlich weniger aerodynamisch sein, daher wird die Reichweite geringer ausfallen. Carscoops nennt ein Ziel von rund 450 Meilen (etwa 725 km), was angesichts der Statur des Fahrzeugs sehr ambitioniert erscheint, aber die 800-Volt-Architektur – im Gegensatz zum großen elektrischen G580 – sollte zumindest schnelle Ladevorgänge gewährleisten.
📋 Fiche technique
Welche Motorisierung kommt zuerst?
Die Elektroversion kommt zuerst. Mercedes plant den Produktionsstart für 2027, die Hybridversion soll laut Turbo.fr 2028 folgen. Diese Abfolge ist logisch: Die Plattform wurde primär für den Elektroantrieb konzipiert, und der Verbrenner kam spät in der Entwicklung hinzu. Anders gesagt: Die ersten Kunden – wahrscheinlich in Europa – werden nur zwischen verschiedenen elektrischen Leistungsstufen wählen können. Der Hybrid hingegen zielt eher auf Märkte wie die USA, wo die Begeisterung für robuste SUVs mit Verbrennungsmotor ungebrochen ist.
Eine Silhouette, die die G-Familie erkennen lässt
Die ersten Erlkönigfotos und offiziellen Teasers sind eindeutig. Der Baby G übernimmt die kantige Statur der großen G-Klasse – senkrechte Flanken, gerade Verglasung, flaches Dach – in einem um etwa 30 % verkleinerten Format gegenüber dem Original. CarBuzz und Carscoops haben Prototypen bei Wintertests fotografiert, die eine originelle Tarnung trugen, bedeckt mit kleinen „g“ in Minuskeln – eine unmissverständliche Hommage an die Bezeichnung.
Geschrieben von
Sophie RenardSpezialist luxe, premium, sportive, sport auto, allemandes, reglementation, assurance, prix, ventes
Spécialiste du segment premium et luxe, Sophie couvre l'actualité des marques prestigieuses depuis 12 ans. Ancienne attachée de presse pour un cons...
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