Honda Insight 2024: Elektro-Crossover mit 500 km Reichweite
Honda belebt den Insight als Elektro-Crossover mit 500 Kilometern Reichweite in Japan wieder. Es handelt sich um eine umbenannte Version des chinesischen eNS2-Modells von Dongfeng. Diese Neuinterpretation des ikonischen Namens entwickelt 201 PS und 310 Nm Drehmoment mit einem einzigen Frontmotor.
"Honda nutzt diesen Namen wieder, weil das neue Auto einen Einblick in die Bedürfnisse und Trends des aktuellen Marktes bietet" — Honda Motor
Ein unerwartetes Comeback für einen mythischen Namen
Der Insight ist wieder im Honda-Katalog, aber in einer Version, die mit dem ursprünglichen Hybrid-Coupé von 1999 kaum noch etwas gemeinsam hat. Dieses Mal setzt Honda auf einen kompakten Elektro-Crossover für den japanischen Markt, mit straffen Linien, die sich deutlich von der aerodynamischen Silhouette des Vorfahren abheben.
Der japanische Hersteller hat sich aus einem bestimmten Grund für die Wiederbelebung dieses Namens entschieden. Honda erklärt, dass dieses neue Modell "einen Einblick in die Bedürfnisse und Trends des aktuellen Marktes bietet" – eine Art, diese Namenswiederverwendung für ein Fahrzeug zu rechtfertigen, das dem ursprünglichen Konzept diametral entgegengesetzt ist.
Eine offen kommunizierte chinesische Herkunft
Hinter diesem neuen Modell verbirgt sich in Wirklichkeit der eNS2, ein elektrischer SUV, der von der Honda-Dongfeng-Allianz für den chinesischen Markt entwickelt wurde. Honda hat dieses Fahrzeug einfach für Japan angepasst, indem es auf Rechtslenkung umgerüstet und einige Details der Ausstattung verfeinert wurden.
Diese Strategie ist bei Honda nicht neu. Der Hersteller hatte bereits mit dem e:Ny1 genauso verfahren, der ebenfalls auf den Grundlagen eines ursprünglich für China entwickelten Modells basiert. Ein pragmatischer Ansatz, der es ermöglicht, die Elektro-Palette schnell zu erweitern, ohne die Entwicklungsinvestitionen zu vervielfachen.

Leistung im Mittelfeld
Technisch bleibt Honda bezüglich der endgültigen Spezifikationen für den japanischen Markt zurückhaltend. Der Hersteller bestätigt jedoch einen Vorderrad-Elektromotor mit 310 Nm Drehmoment, was dem chinesischen Modell mit 201 PS entspricht. Die Leistung verspricht laut Honda "dynamisch und agil" zu sein, ohne weitere Angaben zu den Beschleunigungswerten.
Die angekündigte Reichweite liegt bei 500 Kilometern nach dem WLTP-Zyklus, ein solider Wert für einen kompakten Elektro-SUV. Dieser Wert platziert den Insight im Mittelfeld der europäischen Konkurrenz, ohne sich besonders hervorzuheben.
Ein minimalistisches Interieur im Extremen
Das Interieur folgt der Philosophie des Honda ee:Ny1](/article/honda-civic-d-occasion-la-voiture-a-5000-qui-dure-eternellement), indem es fast alle physischen Knöpfe abschafft. Nur die Entfroster entgehen der Digitalisierung, der Rest der Bedienelemente ist auf einem zentralen 12,8-Zoll-Touchscreen in horizontaler Position zusammengefasst.
Honda wollte den Komfort priorisieren, mit einer erhöhten Sitzposition und verstellbaren Rücksitzen. Der Hersteller hat sogar einen Duftzerstäuber mit sechs verschiedenen Düften integriert – eine eher ungewöhnliche Ausstattung in dieser Kategorie.
Wann kommt er nach Europa?
Honda hat eine Vermarktung in Europa für dieses neue Modell noch nicht bestätigt. Der Hersteller hat in die Umrüstung auf Rechtslenkung für Japan investiert, was einen Start im Vereinigten Königreich technisch erleichtern würde. Aber bisher ist kein Termin durchgesickert.
Diese Zurückhaltung erklärt sich aus der schwierigen Lage von Honda auf dem europäischen Elektromarkt. Der Hersteller bietet derzeit nur zwei vollelektrische Modelle an: den Kleinwagen Honda e und den kompakten SUV e:Ny1 – ein noch unzureichendes Angebot angesichts der regulatorischen Verpflichtungen.
Eine noch unklare Elektro-Strategie
Dieses Comeback des Insight verdeutlicht das Zögern von Honda bei der Elektrifizierung. Der japanische Hersteller setzt noch stark auf den klassischen Hybrid, eine Technologie, die er perfekt beherrscht, die aber angesichts der bevorstehenden Verkaufsverbote für Verbrenner nicht mehr ausreichen wird.
Der Ansatz, chinesische Modelle anzupassen, spart Zeit, stellt aber die Fähigkeit von Honda in Frage, eine eigene elektrische Identität zu entwickeln. Die europäischen und amerikanischen Konkurrenten gehen mit dedizierten Plattformen und Spitzentechnologien in Führung.
Der elektrische Insight bleibt also eine vorsichtige Wette, weit entfernt von der technologischen Kühnheit, die den Erfolg des Originalmodells ausmachte. Ein Ansatz, der vielleicht die aktuelle Philosophie von Honda widerspiegelt: Vorankommen, ohne übermäßige Risiken einzugehen, auch wenn man in einigen Segmenten zu spät kommt.
Questions fréquentes
Wird der Insight in Frankreich verkauft werden?
Ist der neue Insight ein echter Honda?
Wie schneidet die 500-km-Reichweite im Vergleich ab?
Warum bringt Honda nicht mehr eigene Elektroautos heraus?
Geschrieben von
Thomas MartinSpezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet
Expert SUV et crossovers depuis plus de 15 ans, Thomas a parcouru les routes du monde entier pour tester les véhicules les plus robustes. Ancien pi...
Alle Artikel anzeigen (10)Weiterlesen
•Tesla Cybercab: Produktionsstart und Rekordzahlen im Q1 2026

•Porsche 911 2026: Extreme Leistung und Modellpalette im Wandel

•Tesla Semi: Serienproduktion 2026, Laden mit 800 kW

•Lamborghini Urus: Warum die Marke auf Elektro verzichtet

•Dacia Spring 2026: Stärker und immer noch der günstigste Einstieg

•BMW M2: Evolution, Tuning und Wertverlust einer 480-PS-Sportwagen-Ikone

•Mazda CX-5 2026: Größer, besser ausgestattet, mit Abstrichen

•Porsche 911 GT3 2026: Skandal, Rekord und Schnäppchen
