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Ford Capri & Explorer: Sparen mit V2G ab 2026 in Deutschland

519 Wörter3 Min LesezeitVon Sophie Renard
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© Bild: Ford

Ford startet Vehicle-to-Grid für Privatkunden in Deutschland ab Sommer 2026, in Partnerschaft mit Octopus Energy. Die Besitzer eines Ford Capri und Explorer können den in ihrer Batterie gespeicherten Strom ins Netz zurückspeisen, mit potenziellen Einsparungen, die 16.000 kostenlosen Kilometern pro Jahr entsprechen. Das Angebot kombiniert einen speziellen V2G-Tarif von Octopus Energy, eine bidirektionale Ambibox-Wallbox und die technische Freischaltung der Ford-Fahrzeuge.

"Wir bieten einen monatlichen Bonus von 30 Euro, wenn das Fahrzeug mindestens 300 Stunden pro Monat an der Wallbox angeschlossen bleibt" — Sprecher Ford Deutschland

Der amerikanische Hersteller geht einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Vehicle-to-Grid (V2G) in Deutschland. Diese Technologie ermöglicht es Elektroautos, als riesige häusliche Batterien zu fungieren, die Strom speichern können, wenn er günstig ist, und ihn zu Spitzenzeiten ins Netz zurückspeisen.

Deutschland bleibt ein schwieriger Markt für V2G. Das Land zählt mehrere hundert Verteilnetzbetreiber, während es bei seinen europäischen Nachbarn nur eine Handvoll sind. Diese Fragmentierung erschwert die technische und regulatorische Umsetzung.

ford capri 2026

Welche Modelle sind betroffen?

Die Funktion wird für den Ford Capri und Explorer ab dem Modelljahr 2026 verfügbar sein. Ford präzisiert, dass auch frühere Versionen mit den 77-kWh- und 79-kWh-Batterien kompatibel sein könnten, empfiehlt Besitzern jedoch, den Kundendienst zur Überprüfung zu kontaktieren.

Für ältere Modelle herrscht Unklarheit. Der Hersteller spricht von "jeweiligen technischen Kapazitäten", ohne die genauen Spezifikationen jeder Generation zu detaillieren.

Die finanziellen Vorteile des Systems

Octopus Energy verspricht Nutzern erhebliche Einsparungen. Der V2G-Tarif bietet einen durchschnittlichen Preis von 15 Cent pro kWh für das Laden, das sind 18 Cent weniger als der deutsche Standard-Haushaltstarif von 33 Cent.

Ein monatlicher Bonus von 30 Euro kommt hinzu, wenn das Auto mindestens 300 Stunden pro Monat angeschlossen bleibt. Auf ein Jahr hochgerechnet erreicht diese Prämie 360 Euro. Ford rechnet vor, dass ein Fahrer mit diesen kombinierten Vorteilen das Äquivalent von 2.400 kWh sparen kann, also etwa 16.000 Kilometer kostenlose Fahrt bei einem Verbrauch von 15 kWh/100 km.

Eine spezifische technische Infrastruktur

Das System benötigt drei Komponenten: die V2G-Freischaltung des Ford-Fahrzeugs, eine bidirektionale Ambibox-Wallbox und den Tarif von Octopus Energy. Diese Wallbox kann den Strom in beide Richtungen leiten, im Gegensatz zu herkömmlichen Heimladestationen.

Das Prinzip ist einfach: Das Auto lädt automatisch in den Schwachlastzeiten, wenn der Strom weniger kostet, und speist diese Energie dann zu Spitzenlastzeiten, typischerweise am frühen Abend, ins Netz zurück. Der Besitzer kassiert die Differenz.

Ein sich wandelnder regulatorischer Kontext

Deutschland hat im vergangenen November ein großes Hindernis für die V2G-Entwicklung beseitigt. Der Bundestag hat die Netzentgelte für die Zwischenspeicherung von Strom gestrichen. Zuvor wurde der Strom bei jedem Durchgang durch das Netz besteuert, was das Geschäftsmodell schwierig machte.

Diese Entscheidung erleichtert die Rentabilität von Vehicle-to-Grid für deutsche Privatpersonen erheblich. Ford setzt auf diese regulatorische Entwicklung, um sein V2G-Angebot auszubauen, nachdem die Technologie bisher hauptsächlich mit Unternehmensflotten getestet wurde.


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Sophie Renard

Spezialist luxe, premium, sportive, sport auto, allemandes, reglementation, assurance, prix, ventes

Spécialiste du segment premium et luxe, Sophie couvre l'actualité des marques prestigieuses depuis 12 ans. Ancienne attachée de presse pour un cons...

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