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Elektrobusse werden 2025 zur meistverkauften Antriebsart in Frankreich

479 Wörter3 Min LesezeitVon Thomas Martin
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© Automobile Propre

Elektro wird zur meistverkauften Antriebsart bei Bussen in Frankreich – 49,3 % der Neuzulassungen 2025. Ein historischer Wendepunkt, mit dem das Land seinen europäischen Rückstand aufholt, auch wenn der Gesamtmarkt um 26 % auf nur 1.198 verkaufte Fahrzeuge einbricht.

"Heute muss man mit 12 bis 24 Monaten Lieferzeit rechnen" — Marktdaten Busse 2025

Ein historischer Wendepunkt für den französischen ÖPNV

Zum ersten Mal überholen Elektrobusse alle anderen Antriebsarten. Mit 591 Zulassungen bei insgesamt 1.198 Fahrzeugen macht der Elektroantrieb 49,3 % des französischen Marktes für Busse über 7,5 Tonnen aus. Rechnet man die 4 % Wasserstoffbusse hinzu, erreichen die emissionsfreien Antriebe 53,3 % der Verkäufe – gegenüber nur 35,5 % im Vorjahr.

Dieser spektakuläre Sprung markiert einen Bruch. Der Diesel, lange König des Stadtverkehrs, verliert angesichts regulatorischen Drucks und ökologischer Ambitionen der Kommunen an Boden.

Warum bricht der Gesamtmarkt ein?

Paradox des Jahres 2025: Während die Elektrifizierung Fahrt aufnimmt, brechen die Gesamtverkäufe von Bussen um 26 % ein. Dieser Rückgang spiegelt nicht mangelndes Interesse der Betreiber wider, sondern anhaltende industrielle Schwierigkeiten.

Die Hersteller kämpfen mit Lieferengpässen bei kritischen Komponenten. Ergebnis: Die Lieferzeiten verlängern sich dramatisch. Heute einen Bus zu bestellen heißt, 12 bis 24 Monate auf die Auslieferung zu warten. Ein Zeitplan, der die Flottenplanung der Verkehrsbetriebe erheblich erschwert.

Frankreich holt seinen europäischen Rückstand endlich auf

Lange abgeschlagen nähert sich der Hexagon europäischen Standards an. Skandinavien und die Niederlande verzeichnen bereits 100 % saubere Busse in ihren Bestellungen. Frankreich schließt mit seinen 53,3 % emissionsfreien Antrieben allmählich die Lücke.

Diese Entwicklung steht im Rahmen der von Brüssel auferlegten Vecto-Normen. Diese Vorschriften setzen den Herstellern immer strengere Emissionsziele, mit finanziellen Strafen bei Überschreitung. Bis 2030 müssen nahezu alle produzierten Busse emissionsfrei sein.

Die RATP an der Spitze der Elektrifizierung

Die lokalen Gebietskörperschaften tragen diese Transformation. In der Île-de-France vervielfacht die RATP ihre Bestellungen und hat in den letzten Jahren 1.000 Elektrobusse in Dienst gestellt. Diese entschlossene Strategie macht den Pariser Verkehrsbetrieb zum Motor der nationalen Elektrifizierung.

In allen Regionen mehren sich die Ausschreibungen. Das erklärte Ziel: Endgültig aus dem Diesel aussteigen zugunsten eines Mix aus Elektro, BioGNV und Hybrid. Ein Wandel, der die ÖPNV-Industrie neu zeichnet.

Welche Zukunft haben die anderen Antriebe?

Wasserstoff bleibt mit nur 4 % Marktanteil ein Nischenprodukt, doch mehrere Pilotprojekte entwickeln sich. Das BioGNV behält seine Anhänger für lange Strecken, wo die Reichweite kritisch bleibt.

Der Diesel hat für bestimmte Spezialanwendungen noch nicht das letzte Wort gesagt, aber sein Niedergang im Stadtverkehr scheint unumkehrbar. Hybride behalten eine Übergangsposition, insbesondere für Flotten, die auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur warten.

Diese stille Revolution des französischen ÖPNV beschleunigt sich. 2025 ist Elektro nicht mehr die Ausnahme, sondern die neue Norm.


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Geschrieben von

Thomas Martin

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