Volvo EX60: KI-Gurt, 810 km Reichweite, 670 PS

749 Wörter4 Min LesezeitVon Thomas Martin
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Der Volvo EX60 setzt neue Maßstäbe mit drei E-Antrieben von 369 PS bis 670 PS, einer Rekordreichweite von 810 km und vor allem dem weltweit ersten Sicherheitsgurt mit künstlicher Intelligenz. Dieser SUV für die Familie, von dem in Schweden bereits 3.000 Vorbestellungen im ersten Monat die Prognosen übertreffen, markiert Volvos Eintritt in die Ära der softwaredefinierten Fahrzeuge.

"Mit dem EX60 räumen wir alle verbliebenen Hindernisse für den Umstieg auf Elektro aus dem Weg. Dieses fantastische neue Auto zeigt, wozu wir fähig sind, mit einer neuen Produktarchitektur, die Schlüsseltechnologien einführt." — Håkan Samuelsson, CEO Volvo Cars

2027 volvo ex60
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Drei Antriebe für jedes Profil

Der EX60 bietet seine Elektro-Proposition in drei Versionen an. Das Einstiegsmodell P6 mit Heckantrieb und 369 PS sowie 354 Nm bekommt eine nutzbare Batterie von 80 kWh für 385 km Reichweite. Die Mittelklasse-Variante P10 mit Allradantrieb steigert sich auf 503 PS und 524 Nm mit 91 kWh und 410 Meilen Aktionsradius. An der Spitze entwickelt die P12 670 PS und 583 Nm dank ihrer 112 kWh, was die versprochenen 810 km ermöglicht.

Die Leistung folgt der Steigerung: 3,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h der P12, 4,4 Sekunden für die P10 und 6,2 Sekunden für die P6. Alle Versionen haben eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.

💡 Schlüsselzahl
Das Schnellladen erreicht 370 kW bei der P12-Version, was eine Reichweitenrückgewinnung von 340 km in nur 10 Minuten ermöglicht.

Der Gurt, der für Sie mitdenkt

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Die herausragende Innovation des EX60 geht weit über den Elektroantrieb hinaus. Volvo enthüllt nämlich den weltweit ersten multi-adaptiven Sicherheitsgurt, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz. Das System analysiert in Echtzeit die Morphologie des Insassen, die Sitzposition und die Aufprallintensität, um seine Reaktion zu modulieren.

Konkret bedeutet das: Eine kräftig gebaute Person bei einem heftigen Aufprall erhält eine höhere Gurtstraffung, um Schädelverletzungen zu begrenzen, während ein leichterer Passagier bei einem weniger schweren Zusammenstoß eine sanftere Rückhaltung erfährt, die das Risiko von Brustkorbverletzungen reduziert. Dieser personalisierte Ansatz ersetzt die "Einheitslösung für alle" herkömmlicher Gurte.

Das System entwickelt sich durch Over-the-Air-Updates weiter und nutzt ein Netzwerk interner und externer Sensoren, die permanent Daten sammeln. Dieser Gurt der Zukunft feiert übrigens die 70 Jahre des von Volvo 1959 erfundenen Dreipunktgurts.

Google Gemini zieht an Bord ein

Der EX60 läutet auch die Ankunft von Google Gemini, dem konversationellen KI-Assistenten, in der Volvo-Welt ein. Im Gegensatz zu klassischen Sprachbefehlen ermöglicht Gemini natürliche Dialoge, ohne dass man sich spezifische Formulierungen merken muss.

Fahrer können den Assistenten so bitten, die Adresse eines Hotels in ihren E-Mails zu finden, zu prüfen, ob ein gekaufter Gegenstand in den Kofferraum passt, oder Routenvorschläge zu machen. Diese tiefe Integration stützt sich auf das HuginCore-System, benannt nach dem Vogel der nordischen Mythologie, das die elektrische Architektur, den Zentralcomputer und die eingebettete Software vereint.

💡 Technischer Punkt
Das HuginCore-System kombiniert Volvo-Technologien mit NVIDIA- und Qualcomm-Chips, um laut der Marke das erste europäische "softwaregesteuerte Fahrzeug" zu schaffen.

Ein unerwarteter kommerzieller Erfolg

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Die Nachfrage nach dem EX60 überrascht Volvo bereits. In Schweden wurden bereits im ersten Monat mehr als 3.000 Bestellungen registriert, während auch Deutschland Volumen über den Prognosen verzeichnet. Diese Dynamik übertrifft sogar die beim Launch des EX30 2023 beobachtete, obwohl dieser in einem erschwinglicheren Segment positioniert war.

Angesichts dieses Enthusiasmus revidiert Volvo seine Produktionspläne im Werk von Torslanda bei Göteborg. Es laufen Gespräche mit den Gewerkschaften, um den Standort während der Sommerferien 2026 eine zusätzliche Woche offen zu halten – eine beispiellose Maßnahme für dieses Werk.

Was kostet der Volvo EX60?

Der EX60 startet im Vereinigten Königreich bei 58.755 £ für die P6-Version mit Heckantrieb, das entspricht etwa 70.000 €. Die P10 mit Allradantrieb steigt auf rund 65.000 €, während die Top-Variante P12 sich den 75.000 € nähert. Diese Preise platzieren den schwedischen SUV leicht unter dem BMW iX3 und in direkter Konkurrenz zum Mercedes EQC.

Geschrieben von

Thomas Martin

Spezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet

Expert SUV et crossovers depuis plus de 15 ans, Thomas a parcouru les routes du monde entier pour tester les véhicules les plus robustes. Ancien pi...

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