Volkswagen erreicht 2 Millionen Elektroautos und erneuert ID-Modelle

Volkswagen hat gerade sein zweimillionstes Elektrofahrzeug ausgeliefert – eine ID.3 aus dem Werk Zwickau, die ihrer Besitzerin in der Gläsernen Manufaktur Dresden übergeben wurde. Der Zähler läuft seit 2013 und dem Start der e-up!, und die Marke nutzt die Gelegenheit, ein Update für die gesamte ID-Baureihe anzukündigen, darunter eine tiefgreifend überarbeitete Version der ID.3, die sogar ihren Namen ändert.
"Zwei Millionen vollelektrische Fahrzeuge – und allein der ID.4 macht 901.000 Einheiten aus, also fast die Hälfte der Gesamtzahl." — Martin Sander, Vorstandsmitglied Volkswagen für Vertrieb
ID.4 an der Spitze, ID.3 als Fundament
Die 2 Millionen Einheiten erzählen keine einheitliche Geschichte. Der ID.4 dominiert deutlich mit 901.000 ausgelieferten Exemplaren seit 2021, eine Zahl, die den ID.5 (die Coupé-Version) einschließt. Dieser SUV ist das einzige Modell der Baureihe, dem gleichzeitig der Durchbruch in Deutschland, China und den USA gelang – was ihn zum wahren kommerziellen Motor der Elektrostrategie aus Wolfsburg macht.
Die ID.3 folgt mit 628.000 Einheiten seit ihrem Start im Jahr 2020. Als erstes Modell auf der MEB-Plattform (Modularer E-Antriebs-Baukasten) hatte sie einen holprigen Start – die Softwareprobleme des Marktstarts sind in Erinnerung geblieben. Die Kompakte fand später ihren Rhythmus, auch wenn sie die anfänglichen Handelsziele nie erreichte.
Der ID.7 bildet mit 132.000 Einheiten seit 2023 das Schlusslicht, Limousine und Kombi Tourer zusammengenommen. Volumina, die zum Segment passen: Familienlimousinen verlieren in Europa seit Jahren überall gegenüber SUVs an Boden.
Was die e-up! in der Bilanz verbirgt
Dreizehn Jahre, um 2 Millionen zu erreichen, gegenüber mehr als 2 Millionen vollelektrischen Fahrzeugen, die BYD in einem einzigen Jahr verkauft. CleanTechnica macht das unverblümt deutlich. Die Zahl ist für eine europäische Massenmarke ehrenhaft, aber sie hilft, die vermeintliche Führung von VW ins rechte Licht zu rücken.
Die Bilanz schließt die e-up! (gestartet 2013, Reichweite von 260 km mit einer Batterie von 32,3 kWh – das war schon damals knapp) und den e-Golf ein, Modelle, deren Volumen die Gesamtzahl erheblich aufgebläht haben. Die eigentliche ID-Familie repräsentiert also deutlich weniger als die in der Schlagzeile angekündigten 2 Millionen.
Die ID.3 Neo: Mehr als ein Facelift, weniger als ein neues Auto
Hier wird es interessant. Volkswagen hat angekündigt, dass die ID.3 ihren Namen ändern und zur ID.3 Neo werden wird, mit einer Weltpremiere für Mitte April 2026. Der Name "Neo" kommt nicht aus dem Nichts: Es war der interne Projektname des Ursprungsprojekts.
Welche konkreten Änderungen gibt es für die ID.3 Neo?
Außen ist die Frontpartie neu gestaltet – überarbeitete Scheinwerfer, tiefergelegter Kühlergrill, ausgeprägterer Lichtbalken. Die Heckklappe, bisher schwarz lackiert, wird nun in Wagenfarbe lackiert. Im Inneren kommt das neue Innovision-System an Bord, mit integriertem App-Store für Streaming, Laden, Parken. Der Ein-Pedal-Modus hält Einzug, ebenso wie die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load, zum Betreiben externer Geräte) und ein digitaler Schlüssel, der über Smartphone oder Smartwatch nutzbar ist. Die physischen Tasten kehren auf das Lenkrad zurück – eine seit Jahren wiederkehrende Forderung der Nutzer. Kai Grünitz, Technikvorstand von VW, spricht von "mehr Leistung und einem besseren Kundenerlebnis" dank der neuen Software, die bereits in den ID.4, ID.5 und ID.7 eingesetzt wird.

Es ist keine neue Generation. Die MEB-Plattform bleibt, die Silhouette ist erkennbar. Der Hersteller selbst spricht von einem "Nachfolger", aber die Skizzen lassen keinen Zweifel: Es ist ein intensives Facelift, teilweise gerechtfertigt durch die Verzögerung der SSP-Plattform, auf der die ID. Golf basieren sollte.
Auch ID.4, ID.5 und ID.7 erhalten Updates
Parallel zur ID.3 Neo aktualisiert Volkswagen die bereits im Katalog befindlichen ID.4, ID.5 und ID.7. Das Innovision-System ist serienmäßig in allen Exemplaren integriert, die seit dem 12. März bestellt wurden. Bereits ausgelieferte Fahrzeuge können nicht nachgerüstet werden – was einige kürzliche Besitzer frustrieren dürfte.

Diese drei Modelle erhalten ebenfalls physische Tasten am Lenkrad (Abschied von den umstrittenen haptischen Flächen), den digitalen Schlüssel und eine erweiterte Version des Travel Assist mit Erkennung von Verkehrsampeln.
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Geschrieben von
Jules DuboisSpezialist électrique, hybride, batterie, recharge, autonomie, technologies, electrique, nouveaute
Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...
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