Skoda Epiq 2026: Elektro-SUV für 25.000 € fordert den Markt heraus

712 Wörter4 Min LesezeitVon Thomas Martin
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Der Skoda Epiq kommt 2026 mit einem Preis, der fast dem eines Verbrenners entspricht, ab 25.000 €. Dieser SUV misst 4,17 Meter, bietet drei Motorisierungen (116 bis 211 PS) und verspricht bis zu 430 km Reichweite. Sein Ziel: Mit der Renault 4 E-Tech und dem Peugeot e-2008 gleichziehen.

"Wir sehen nicht, wie wir ein noch kleineres und günstigeres Auto profitabel produzieren können" — Martin Jahn, Vorstandsmitglied von Skoda für Vertrieb und Marketing

Eine offensive Elektro-Strategie zum kleinen Preis

skoda epiq 2026
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Skoda bereitet seinen Einstieg in das ultra-konkurrenzfähige Segment der elektrischen Stadtsuvs vor. Der Epiq, dessen offizielle Vorstellung für Mai 2026 erwartet wird, markiert eine strategische Wende für die tschechische Marke. Anders als der Enyaq und der Elroq, die für den Kampf mit dem Tesla Model Y oder dem Volkswagen ID.4 konzipiert wurden, zielt dieser Neueinsteiger auf ein breiteres, preisbewussteres Publikum.

Die Wette ist ambitioniert: Ein Elektro-SUV zum Preis eines Verbrenner-Äquivalents anbieten. Mit einem Startpreis von rund 25.000 € positioniert sich der Epiq direkt gegenüber der Renault 4 E-Tech und dem Peugeot e-2008. Diese Strategie ist Teil der erschwinglichen Elektro-Offensive des Volkswagen-Konzerns, der ab 2026 vier Modelle auf der neuen Plattform MEB+ plant.

Die MEB+-Plattform im Dienst des Raums

Anders als seine großen Brüder Enyaq und Elroq mit Hinterradantrieb setzt der Epiq auf Vorderradantrieb. Diese Architektur, die er sich mit den künftigen Volkswagen ID. Polo und Cupra Raval teilt, optimiert den Innenraum und hält die Kosten im Zaum.

Die Maße sprechen für sich: 4,17 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Der Radstand von 2,60 Metern schafft einen großzügigen Innenraum und einen Kofferraum von 475 Litern, erweiterbar auf 1.344 Liter mit umgeklappter Rücksitzbank. Zahlen, die die Konkurrenz übertrumpfen: Der Peugeot e-2008 kommt auf maximal 434 Liter, der elektrische Jeep Avenger sinkt auf 355 Liter.

skoda epiq 2026
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Drei Motorisierungen für jeden Bedarf

Das Antriebsangebot gliedert sich in drei Versionen. Der Basismotor Epiq 35 leistet 116 PS (85 kW) und nutzt eine LFP-Batterie (Lithium-Eisen-Phosphat) mit 38,5 kWh. Die Reichweite erreicht 315 km WLTP, aber das Schnellladen bleibt auf 50 kW begrenzt.

Der Epiq 40 behält die gleiche Batterie, gewinnt aber an Leistung mit 135 PS und vor allem an Ladekapazität: 90 kW Gleichstrom. An der Spitze der Reihe steigt der Epiq 55 auf eine NMC-Batterie mit 55 kWh und leistet 211 PS. Die Reichweite klettert auf 430 km und das Schnellladen erreicht 125 kW, was einen Ladevorgang von 10 auf 80 % in 23 Minuten ermöglicht.

Welcher Preis, um mit dem Verbrenner zu konkurrieren?

Skoda verspricht eine Preispositionierung, die mit der des Kamiq Verbrenners vergleichbar ist, der derzeit ab 26.000 € erhältlich ist. Der Epiq 35 sollte also bei etwa 25.000 € starten, die Mittelversion bei rund 27.000 € und die Topversion in der Nähe von 30.000 €.

Diese aggressive Preispolitik zielt darauf ab, die Elektromobilität zu demokratisieren. Aber sie wirft Fragen zur Rentabilität auf. Martin Jahn, Vorstandsmitglied von Skoda, hat das kürzlich bestätigt: "Elektroautos haben eine deutlich geringere Rentabilität als Verbrennermodelle, und das gilt für 99 % der Hersteller."

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Foto: Autoreview

Ein klares Bekenntnis zum Modern-Solid-Design

Der Epiq führt den neuen gestalterischen Stil Modern Solid von Skoda ein. Schluss mit dem Barocken, Platz für klare und funktionale Linien. Die Tech-Deck-Front zeichnet sich durch acht ovale Öffnungen im Stoßfänger aus, hinter denen sich motorisierte Klappen zur Optimierung der Aerodynamik verbergen. Der Luftwiderstandsbeiwert erreicht 0,275 Cd.

Die Scheinwerfer haben eine T-förmige Signatur, die hinten wieder aufgegriffen wird. Die besonders großzügige Heckklappe nimmt fast die gesamte Breite des Fahrzeugs ein, um das Beladen zu erleichtern. Dieser funktionale Ansatz verhindert den Einbau einer elektrischen Öffnung, da die motorisierten Stützen zu viel Platz einnehmen würden.

Das Interieur setzt auf Einfachheit

An Bord setzt Skoda auf das Wesentliche. Die Instrumentierung beschränkt sich auf ein 5,3-Zoll-Display, ergänzt durch ein zentrales 13-Zoll-Display. Recycelte Materialien und vegane Ausstattungen stehen für einen nachhaltigen Ansatz. Die Atmosphäre bleibt typisch Skoda: in erster Linie praktisch, mit den berühmten Simply Clever-Tricks.

skoda epiq 2026

Geschrieben von

Thomas Martin

Spezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet

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