Mitsubishi Pajero: Der echte Elektro-4x4 kehrt nach Europa zurück

780 Wörter4 Min LesezeitVon Jules Dubois
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Mitsubishi bringt den Pajero zurück nach Europa. Kein SUV für die Sonntagsfahrer – ein echter 4x4 mit Leiterrahmen, Verteilergetriebe und Super-Select-4WD-II-Allradantrieb. Laut Caradisiac basiert das Fahrzeug auf der Plattform des Pick-ups Mitsubishi Triton und soll auf dem alten Kontinent mit einem Hybridantrieb oder Plug-in-Hybrid – je nach Land sogar mit Diesel – angeboten werden.

„Als echter, knallharter 4x4 wird der Mitsubishi Pajero über das Super-Select-4WD-II-Allradsystem verfügen, das ein zweistufiges Verteilergetriebe und ein Mittendifferenzial mit begrenztem Schlupf umfasst.“ — Caradisiac

Ein Comeback, mit dem wir nicht mehr gerechnet hatten

Vor ein paar Jahren stand Mitsubishi kurz davor, sich aus Europa zu verabschieden. Die Marke hatte den Pajero 2021 nach drei Jahrzehnten treuer Dienste – und immerhin zwölf Siegen bei der Rallye Paris-Dakar – eingestellt, um sich auf lukrativere Märkte zu konzentrieren. Was in Europa blieb, war der Outlander, ein solider SUV, dessen CMF-C/D-Plattform er sich mit dem Renault Espace und dem Nissan XX-Trail](/article/nissan-x-trail-2026-restylage-et-hybride-e-power-204-ch-exclusif) teilt. Nicht gerade geeignet, um die Herzen von Geländewagen-Fans höher schlagen zu lassen.

Doch die Allianz mit Renault hat die finanzielle Situation von Mitsubishi stabilisiert, und die Marke hätte nun die Mittel für ihre Ambitionen. Laut Caradisiac soll ein neuer Pajero für den europäischen Markt in Vorbereitung sein – mit ernstzunehmender Technik.

💡 Wussten Sie schon?
Der Mitsubishi Pajero gewann zwischen 1985 und 2007 zwölfmal die Rallye Paris-Dakar und ist damit eines der erfolgreichsten Fahrzeuge in der Geschichte dieser Veranstaltung.

Eine Pick-up-Plattform, kein SUV für die Innenstadt

Hier wird es interessant. Die technische Basis soll die des Mitsubishi Triton sein, eines in Thailand produzierten Pick-ups, der in der gleichen Liga spielt wie der Ford Ranger auf dem nordamerikanischen Markt. Konkret bedeutet das einen Leiterrahmen – den berühmten „Ladder Frame“ – anstelle einer selbsttragenden Karosserie. Das ist kein kosmetisches Detail: Ein Leiterrahmen ist robuster im Gelände, einfacher unter extremen Bedingungen zu reparieren und viel besser für schwere Lasten geeignet.

Auf diesem Rahmen würde Mitsubishi sein Super-Select-4WD-II-System installieren, mit einem zweistufigen Verteilergetriebe (4H und 4L für Uneingeweihte: eine hohe Geländeübersetzung für die Straße, eine niedrige für ernsthaftes Gelände) und einem Mittendifferenzial mit begrenztem Schlupf. Sieben Fahrmodi sollen je nach Gelände zur Verfügung stehen – eine Funktion, die es bereits im Outlander PHEV gibt, die hier aber in einem echten 4x4 erst richtig Sinn ergibt.

📋 Fiche technique

Mitsubishi Pajero (neues Modell, vorläufige Daten)

Ein kantiges Design mit einem Seitenblick nach Solihull

Was das Aussehen betrifft, spricht Caradisiac von einem „kantigen Design, Land Rover-like“. Das ist kein Zufall: Eckige Formen feiern im Segment der echten 4x4 ein Comeback, und der aktuelle Defender hat gezeigt, dass man mit einem selbstbewussten Design ordentliche Stückzahlen verkaufen kann. Mitsubishi will offenbar von diesem Trend profitieren und gleichzeitig an die visuelle DNA des historischen Pajero erinnern – die Generationen 2 und 3 hatten klare, eckige Linien, die heute auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch immer sehr beliebt sind.

💡 Schlüsselzahl
Der Defender, der Range Rover und der Range Rover Sport machten zusammen 74 % des gesamten JLR-Absatzes im Jahr 2025 aus – das zeigt die Marktnachfrage nach 4x4 mit Charakter.

Welcher Antrieb für Europa?

Der europäische Markt wird seine Bedingungen diktieren. Laut Caradisiac soll die europäische Version des Pajero den Plug-in-Hybrid-Antrieb des Outlander PHEV erhalten – ein bewährtes System mit etwa 302 PS, das eine ausreichende elektrische Reichweite bietet, um die Emissionsnormen zu erfüllen. Der Diesel soll „in bestimmten Ländern“ weiterhin erhältlich sein, was in der Praxis wahrscheinlich auf osteuropäische Märkte oder den Nahen Osten abzielt, wo die Nachfrage nach dieser Art von Motorisierung noch stark ist.

Auf dem Papier ergibt ein Pajero PHEV mit Leiterrahmen und einem echten Verteilergetriebe durchaus Sinn. In der realen Welt wird man sehen müssen, was das Gesamtpaket wiegt – Plug-in-Hybride auf einer Pick-up-Plattform sind tendenziell nicht gerade leicht – und welche Auswirkungen das auf die tatsächlichen Geländefähigkeiten hat.

Wann und zu welchem Preis?

Ehrlich gesagt, die verfügbaren Quellen geben weder einen Marktstart noch einen Preis an. Mitsubishi hat zu diesem Zeitpunkt keine offizielle Ankündigung gemacht. Wenn man sich am üblichen Zeitplan der Hersteller orientiert – Ankündigung, dann 12 bis 18 Monate bis zur Markteinführung – und daran, dass der Triton als Basis bereits in Produktion ist, wäre eine Vorstellung 2026 denkbar, für eine Markteinführung 2027. Aber das sind nur

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Jules Dubois

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Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...

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