Mercedes 2026: Elektro-C-Klasse, Mini-G und CLA 250

Mercedes hat Anfang 2026 das ambitionierteste Einführungsprogramm seiner Geschichte bekannt gegeben: 16 neue Modelle in diesem Jahr, 14 im Jahr 2027. Auf dem Programm: eine 100 % elektrische C-Klasse auf der MB.EA-Plattform mit über 800 km Reichweite, ein "Mini-G" mit 4,70 m Länge, das Ende 2026/Anfang 2027 erwartet wird, und eine CLA, die um eine mittlere 250er-Version mit 671 km Reichweite ergänzt wird. Nicht zu vergessen: AMG kehrt endlich zum Sechszylinder zurück – mit einem künftigen C 53.
"Sieben Weltpremieren in drei Monaten. Das habe ich noch nie erlebt!" – Ola Källenius, CEO von Mercedes-Benz, bei der Vorstellung des Strategieplans 2026
Die elektrische CLA erobert bereits ihr Segment
Die CLA hat seit ihrem Marktstart im März 2025 voll eingeschlagen. Als Auto des Jahres 2026 ausgezeichnet, kommt sie nun in einer mittleren Version, die die Lücke zwischen den beiden Extremen der Modellpalette schließt. Die CLA 250 ist mit einer NMC-Batterie mit 71 kWh ausgestattet und verspricht 671 km WLTP-Reichweite. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 6,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h – identisch mit der 250+. Ihr Trumpf? Von 10 auf 80 % Ladung in 20 Minuten dank 800V-Ladetechnik.
Der Einstiegspreis bleibt unter 53.000 Euro, was sie geschickt zwischen der CLA 200 (48.050 €, 58-kWh-Batterie, bis zu 542 km) und der CLA 250+ (85-kWh-Batterie, bis zu 792 km) positioniert. Die Markteinführung in Frankreich ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.
📋 Fiche technique
Welche Reichweite hat die künftige elektrische C-Klasse?
Die C-Klasse EQ basiert auf der MB.EA-Plattform – derselben wie der neue elektrische GLC –, die speziell für Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse entwickelt wurde. Die angegebene Reichweite übersteigt 800 km WLTP, mit einer 94-kWh-Batterie und einer Ladezeit von 10 auf 80 % in 22 Minuten. Die stärkste Version, der C400 mit zwei Motoren, könnte 483 PS in der 4Matic-Konfiguration erreichen. Technisch hat sie nichts mit der Verbrenner-C-Klasse gemein – es ist ein eigenständiges Modell auf einer dedizierten Architektur.
Designseitig übernimmt die elektrische Limousine einen großen, geschlossenen und beleuchteten Kühlergrill, Lichtleisten und eine neu definierte Stufenheck-Silhouette mit einem dritten festen Seitenfenster im hinteren Dachholm. Die Meinungen gehen auseinander. Manche sehen eine stilistische Kohärenz mit dem GLC EQ, andere eine überladene Front. Klar ist: Mercedes setzt nicht auf Zurückhaltung.
Die Weltpremiere ist für Frühjahr 2026 geplant, die Produktion startet im zweiten Quartal im ungarischen Werk Kecskemét. Die ersten Auslieferungen an die Händler werden für Herbst 2026 erwartet. Als Konkurrentin kommt der BMW i3 etwa zur gleichen Zeit – das Duell im elektrischen Premium-Segment D verspricht spannend zu werden.
Der Mini-G: Ein echter Geländewagen oder ein getarnter Stadt-SUV?
Der "Mini-G" – dessen endgültiger Name noch nicht bekannt ist – kurvt seit Wochen getarnt auf verschneiten Straßen in Skandinavien herum. Was wir wissen: Er ist etwa 4,70 Meter lang (gegenüber 4,82 m beim G-Klasse), deutlich flacher und basiert auf einer modifizierten Version der MMA-Plattform. Die Fahrwerke wurden überarbeitet, um eine Geländegängigkeit zu ermöglichen, die einem echten 4x4 würdig ist, und die Elektroversion behält die 800V-Architektur der CLA.
Die eigentliche Überraschung ist das Verbrennerangebot. Laut Caradisiac erwägt Mercedes einen 1.499 cm³ großen Hybrid-Benziner, was angesichts der aktuellen Vorbehalte gegen reine Elektroautos ein starkes Argument ist. Die Präsentation wird für Ende 2026 erwartet, der Marktstart für Anfang 2027.
Der neue AMG C 53: Der Sechszylinder kehrt zurück
Die AMG-Sparte schlägt 2026 ein neues Kapitel auf. Nach Jahren, in denen der Vierzylinder die C-Klasse dominierte – denken Sie an den C 43 mit seinem 2,0-Liter-Turbobenziner –, bringt Mercedes einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder zurück. Das bestätigte Michael Schiebe, CEO von Mercedes-AMG, im Gespräch mit dem Magazin Car and Driver. Der künftige C 53 wird diesen Motor mit einem 48-Volt-Mildhybridsystem kombinieren und auf der MRA-Plattform aufbauen, die für Verbrenner und Plug-in-Hybride ausgelegt ist.
Die Leistung? Der Sechszylinder könnte um die 450 PS leisten. Die Markteinführung ist für 2026 geplant. Eine gute Nachricht für alle, die den Sound eines echten Sechszylinders vermissen – und ein klares Signal, dass AMG nicht alles auf eine Karte setzt.
Geschrieben von
Thomas MartinSpezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet
Expert SUV et crossovers depuis plus de 15 ans, Thomas a parcouru les routes du monde entier pour tester les véhicules les plus robustes. Ancien pi...
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