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Honda Civic vs Kia K4: Duell der Kompakten 2025

756 Wörter4 Min LesezeitVon Thomas Martin
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© © Caranddriver

Die Kia K4 kommt im November 2025 nach Europa und fordert die Honda Civic direkt heraus – ein Kampf, der es in sich hat. Die beiden Kompakten liegen in einem schrumpfenden Segment fast gleichauf, mit ähnlichen Leistungsdaten auf dem Papier – 190 PS für den K4 GT-Line Turbo, 200 PS für die Civic Sport Hybrid – aber grundverschiedenen Philosophien. Car and Driver hat die beiden gegeneinander antreten lassen, und die Ergebnisse verdienen einen genaueren Blick.

"Kia hat am Heck der K4-Limousine 11 Zoll abgeschnitten, um die Steilheckversion zu schaffen – und dabei den Radstand von 107,1 Zoll unverändert gelassen." — Car and Driver, Vergleichstest 2026

1999 honda civic si
Foto: © Caranddriver

Zwei Kompakte, zwei Motor-Philosophien

Der K4 GT-Line Turbo setzt auf klassische Verbrennertechnik: einen 190 PS starken 4-Zylinder-Turbo mit 7-Gang-Automatik. Kein Hybrid-Schnickschnack, sondern ein Motor, der einfach sauber anschiebt. Die Civic Sport Hybrid hingegen hat einen Hybrid-Antriebsstrang unter der Haube, der 200 PS leistet – 10 mehr, aber vor allem eine ganz andere Art, die Kraft zu liefern.

Der Honda-Hybrid setzt auf elektrischen Frontantrieb beim Herausbeschleunigen aus Kurven, Energierückgewinnung beim Bremsen – ein Verhalten, das Fahrbegeisterte manchmal als zu glattgebügelt empfinden. Der Kia-Turbo dagegen hat dieses kleine Extra, das Hybriden oft fehlt: Man spürt den Drehzahlanstieg, man arbeitet mit dem Getriebe. Es ist ein direkteres Fahrvergnügen, mehr "alte Schule", wenn man so will.

📋 Fiche technique

2026 Kia K4 GT-Line Turbo Hatchback2026 Honda Civic Sport Hybrid Hatchback

1999 honda civic si
Foto: © Caranddriver

Der K4, geboren aus einer zurechtgestutzten Limousine

Was Car and Driver über die Geburt des K4-Steilhecks erzählt, ist köstlich: Kia hat der K4-Limousine buchstäblich 11 Zoll am Heck abgeschnitten, um die Steilheckversion zu schaffen. Das Ergebnis: Das Kofferraumvolumen wächst von 15 auf 22 Kubikfuß. Die Kopffreiheit hinten gewinnt 1,1 Zoll dazu. Auf dem Papier klingt das nach einem guten Deal.

In der Praxis stellt WhatCar fest, dass der Einstiegsmotor, der 113 PS starke 1.0 T-GDi mit Mild-Hybrid-Technologie, auf der Autobahn etwas schlapp macht und auf Steigungen manchmal herunterschalten muss, um die Geschwindigkeit zu halten. Für die europäischen Märkte starten die K4-Versionen in diesen Konfigurationen; die Auslieferungen in Großbritannien begannen im November 2025. Die 1.6-Turbo-Version mit 147 PS oder 177 PS gibt es nur mit 7-Gang-Automatik.

💡 Wussten Sie schon?
Der Kia K4 tritt auf den Märkten, wo sie verkauft wurde, direkt die Nachfolge der Kia Ceed an. Es ist die gleiche Philosophie eines kompakten Familienautos, nur mit einem anderen Modellnamen, aber identischen Ambitionen: der Volkswagen Golf und die Honda Civic herausfordern.

Die Civic spielt ihren Zuverlässigkeits-Ruf aus... mit einem Wermutstropfen

Honda hat 2026 den Reliability Award von WhatCar gewonnen und belegt damit Platz 1 von 30 Herstellern. Für eine japanische Marke, die solche Auszeichnungen gewohnt ist, ist das eher eine Bestätigung als eine Überraschung.

Nur: Im gleichen Zeitraum gab es einen massiven Rückruf für die Civic der 10. Generation (2017–2021). Der Grund: Bei 46.152 Fahrzeugen in Großbritannien könnten die Leichtmetallfelgen bei der Herstellung nicht korrekt angezogen worden sein, mit dem Risiko, dass sich die Radmuttern während der Fahrt lösen. Honda teilte mit, dass die Besitzer "Anfang 2026" per Post kontaktiert werden und Fotos ihrer Felgen zur Bewertung einreichen müssen.

Das trübt das Bild der Zuverlässigkeit etwas. Aber WhatCar stellt klar: Diese Civic-Generation liegt im Zuverlässigkeitsranking ihrer Klasse immer noch vor dem Ford Focus, dem Skoda Octavia und dem Volkswagen Golf. Also: relativieren.

Gebrauchte Honda Civic Seitenansicht fahrend
Foto: © WhatCar

Die Civic Type R verabschiedet sich, das Segment verliert einen Fixpunkt

Während der K4 kommt, verlässt die Honda Civic Type R den europäischen Markt. Passionandcar bestätigt es: Der 2.0-Turbo mit dem von der Rennstrecke inspirierten Fahrwerks-Setup weicht dem Druck der Emissionsnormen und der Strafsteuern.

Was bleibt, ist die Erinnerung: eine Rundenzeit von 7 Minuten 44 Sekunden und 88 Hundertsteln auf der Nürburgring Nordschleife in ihrer modernen

Geschrieben von

Thomas Martin

Spezialist SUV, suv, crossover, essai, utilitaire, familiale, pickup, comparatif, citadine, berline, cabriolet

Expert SUV et crossovers depuis plus de 15 ans, Thomas a parcouru les routes du monde entier pour tester les véhicules les plus robustes. Ancien pi...

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