Alfa Romeo Giulia & Stelvio Quadrifoglio: V6-Rückkehr bis 2027

743 Wörter4 Min LesezeitVon Jules Dubois
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Alfa Romeo nimmt ab März 2026 wieder Bestellungen für Giulia und Stelvio Quadrifoglio in Europa entgegen. Die beiden italienischen Sportler, 2016 gestartet, werden mit ihrem unveränderten V6 2,9-Liter-Biturbo mit 520 PS bis 2027 weiterproduziert. Der Grund: Die elektrischen Nachfolger verzögern sich, und die Marke muss ihren Fahrplan zurückspulen.

„Wir nehmen die Bestellungen für Giulia und Stelvio Quadrifoglio wieder auf, um das Versprechen gegenüber unseren Kunden zu halten, die extreme Leistung und pure Emotionen schätzen – beides Teil der DNA von Alfa Romeo.“ — Santo Ficili, CEO von Alfa Romeo, Brüsseler Autosalon 2026

Alfa Romeo Giulia 2026
Foto: © Autoblog

Warum sie aus den Katalogen verschwunden waren

Im September 2025 stoppte Alfa Romeo die Produktion der Quadrifoglio. Die neuen Generationen sollten eigentlich direkt danach kommen – zu 100 % elektrisch. Der neue Stelvio wurde sogar schon in einer fast serienreifen Version getestet. Dann kam nichts.

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen blieb hinter den Prognosen zurück, und Stellantis zog die Handbremse bei der gesamten Strategie. Die zukünftigen Giulia und Stelvio werden nun „Multi-Energy“-Modelle – was bedeutet, dass die Entwicklung praktisch von vorne beginnt. Die Folge: Der Start der neuen Generationen verschiebt sich auf 2028. In der Zwischenzeit werden die aktuellen Modelle reaktiviert.

Was die Verkaufszahlen betrifft, ist die Bilanz alles andere als rosig. Laut Autoblog NL wurden 2025 in den Niederlanden 15 Giulia in den Standardversionen verkauft – und null Stelvio. Die Rückkehr der Quadrifoglio ist kein Zeichen für einen großen kommerziellen Erfolg – es ist eine Wette auf eine Kundschaft von Enthusiasten, die bereit sind, viel Geld für das zu bezahlen, was andere nicht mehr haben.

💡 Wussten Sie schon?
Das Quadrifoglio-Emblem geht auf das Jahr 1923 zurück, als der Fahrer Ugo Sivocci die Targa Florio am Steuer eines Alfa Romeo gewann, der ein vierblättriges Kleeblatt als Glücksbringer trug. Seitdem steht dieses Abzeichen für das technische Spitzenniveau jeder Generation der Marke.

520 PS und keine Hybridisierung – das ist gewollt

Der V6 2,9-Liter-Biturbo hat sein Wesen nicht verändert. Er leistet weiterhin 520 PS und 600 Nm Drehmoment, übertragen über ein 8-Gang-Automatikgetriebe. Bei der Giulia geht die Kraft an die Hinterräder – reiner Heckantrieb. Beim Stelvio verteilt der Allradantrieb Q4 die Kräfte auf alle vier Räder.

Die Zahlen: 0 auf 100 km/h in unter 4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 308 km/h für die Limousine und 285 km/h für den SUV. Kein notdürftig aufgesetztes Mild-Hybrid-System, um die CO2-Bilanz zu schönen. Laut Auto Bild wurde der Motor lediglich an die aktuellen Emissionsnormen angepasst – grundlegend geändert hat sich nichts.

Die Akrapovič-Auspuffanlage, das Carbon am Frontsplitter der Giulia, die 19-Zoll-Räder für die Limousine und 21-Zoll-Räder für den SUV, die Lederschalensitze mit Alcantara: Die Ausstattung ist die gleiche wie seit einigen Jahren.

📋 Fiche technique

Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio 2026Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio 2026
🏎️0-100 km/h
3,9 sunter 4 s

Unterstützendes Bild zum Artikel
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Was kostet das?

In Frankreich sind die offiziellen Preise zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels noch nicht veröffentlicht. Auto Bild gibt jedoch die Preise für Deutschland bekannt, die ab März 2026 gelten: Die Giulia Quadrifoglio startet bei 100.700 €, der Stelvio Quadrifoglio bei 108.800 €. Die symbolische Sechsstelligkeit ist damit für beide Modelle erreicht.

Für Frankreich dürfte die Preisspanne vergleichbar sein. Auto Journal präzisiert, dass die französischen Preise „noch zu bestätigen“ seien, die Positionierung dürfte sich aber nicht wesentlich vom deutschen Markt unterscheiden.

Das ist teuer. Aber es ist auch halb so viel wie ein Porsche Panamera Turbo und liegt im gleichen Segment wie der BMW M3/M4 Competition oder die Mercedes-AMG C63. Nur dass der M3 seinen atmosphärischen Sechszylinder-Reihenmotor gegen einen hybridisierten Vierzylinder eingetauscht hat – was ihm die Puristen bis heute nicht verziehen haben. Und der C63 fährt jetzt mit einem Vierzylinder-Plug-in-Hybrid. Der Alfa-V6 ist eine vom Aussterben bedrohte Spezies.

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Jules Dubois

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Journaliste automobile passionné par la mobilité électrique et les nouvelles technologies. Après 10 ans dans la presse spécialisée, Jules décrypte ...

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